Vertreter der Alpin-Skifahrer und Funktionäre des Weltverbands FIS haben am Mittwoch in Gröden die nächste Runde in der Sicherheitsdebatte absolviert. "Wir haben viele Dinge analysiert und festgestellt, dass schon einige Sachen besser gemacht werden", freute sich der Vorarlberger Kilian Albrecht, der Sprecher der Athleten, über kleine Fortschritte im vergangenen Jahr.

Als Beispiel nannte Albrecht die besser gewordene Kommunikation. Etwa bei problematischen Sprüngen in den Abfahrtstrainings, bei denen die Absprungpunkte dann rasch mit Farbe besser markiert werden. Und auch das Problem mit den Torflaggen wurde bereits behoben. "Die Flaggen gehen jetzt leichter aus der Verankerung. Dadurch ist sicher schon der eine oder andere Sturz vermieden worden", meinte Albrecht.

Ein möglicher Diskussionspunkt für die Zukunft ist etwa der Einsatz eines Rennanzug-Materials, der den Gestürzten schneller bremst. Im Bereich der Ski, Bindungen oder Schuhe wird ohnehin bereits seit längerem u.a. mit den Universitäten in Salzburg und Oslo an Lösungen gebastelt. "Dinge, die leicht änderbar sind, gehören schnell geändert", forderte der langjährige Weltcup-Läufer, der seine Karriere nach Olympia 2010 beendet hatte.

Albrecht weiß jedoch, dass das Umsetzen solcher Ideen keine leichte Sache ist. Einerseits müssen zunächst die teilweise durchaus weit auseinanderliegenden Ansichten der Sportler unter einen Hut gebracht werden. Und andererseits müssen die Ideen bei der FIS Gehör finden und von dieser dann auch umgesetzt werden.

Immerhin darf mittlerweile ein Athletenvertreter dem Alpin-Exekutiv-Komitee beisitzen, stimmberechtigt sind die Sportler aber weiterhin nicht. "Aber auch das soll sich bald ändern", zeigte sich Albrecht überzeugt.

Vonseiten der Athleten nahmen am Mittwoch in Gröden neben Albrecht noch Michael Walchhofer, Didier Cuche, Aksel Lund Svindal, Werner Heel, Manuel Osborne-Paradis und Ivica Kostelic an der Diskussion teil.

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