Alfred Riedl hat als Teamchef Indonesiens eine Fußball-Euphorie in dem Land ausgelöst. Unter der Regie des Österreichers stehen die Indonesier als Co-Gastgeber des 8. ASEAN-Cups, der alle zwei Jahre unter den südostasiatischen Staaten ausgespielt wird, vor dem Einzug ins Endspiel. Die Truppe Riedls gewann am Donnerstag das erste Halbfinalspiel gegen die Philippinen 1:0.

Die Vorschlussrunde und das Finale werden jeweils in zwei Partien entschieden. Das Goldtor erzielte vor über 70.000 Zuschauern im National-Stadion von Jakarta der gebürtige uruguayische Stürmer Cristian Gonzales vor der Pause per Kopf. Im Falle des Aufstiegs würden die Riedl-Truppe voraussichtlich auf Malaysia (2:0 gegen Co-Veranstalter und Titelverteidiger Vietnam) treffen. Indonesien hat sich mit drei Siegen (5:1 Malaysia, 6:0 Laos, 2:1 Thailand) als Gruppen-Sieger für das Halbfinale qualifiziert.

Indonesien, derzeit nur an 127. Stelle der FIFA-Weltrangliste und damit 23 Ränge besser als die Philippinen, stand schon dreimal im Endspiel, unterlag aber ebenso oft. 2000 und 2002 scheiterte man an Thailand 1:4 bzw. 2:2 n.V., 2:4 im Elferschießen. 2004 gingen beide Finali gegen Singapur verloren (1:3, 1:2). "Es wird Zeit, dass wir gewinnen", sagte ein Zuschauer stellvertretend für Millionen Landsleute. Riedl, der am 2. November seinen 61. Geburtstag feierte, ist seit Mai dieses Jahres Teamchef in Indonesien.

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