Der Salzburger Bernhard Gruber hat am Freitag in Ramsau seine Sprungstärke unter Beweis gestellt. Der Olympia-Dritte erzielte beim Weltcup der Nordischen Kombination mit 95,0 Metern die zweitgrößte Weite im provisorischen Wettkampdurchgang. Bester war Weltcup-Spitzenreiter Jason Lamy Chappuis mit 96,5 Metern.

Der Franzose hätte 17 Sekunden Vorsprung für den 10-km-Langlauf, falls am Samstag oder Sonntag das Springen nicht durchgeführt werden kann und das Freitag-Ergebnis herangezogen wird. Doch auch Christoph Bieler und Wilhelm Denifl boten als ex aequo Fünfte (92,0 bzw. 92,5 m/+26 Sekunden) eine starke Leistung. Bieler ist der bisher letzte heimische Sieger in Ramsau (2006), in der WM-Saison hat es für den Tiroler aber im Laufen bisher nicht nach Wunsch geklappt. Mario Stecher, der zweifache Dritte der Saison, klassierte sich an der 14. Stelle (89,5/+47). "Ich hoffe, dass es morgen und Sonntag doch ein Springen gibt und ich mich noch steigere", erklärte der Wahl-Pitztaler, der auch im Laufen zu den Besten zählt.

Als Mitfavorit gilt der Deutsche Björn Kircheisen, obwohl er in den vier bisherigen Saisonbewerben noch keinen Podestplatz geschafft hat. Doch der 27-Jährige ist ein Ramsau-"Spezialist", hat vier der jüngsten sieben Bewerbe seit 2007 gewonnen und weitere Top-3-Plätze erreicht. "Ich kenne die Ramsau seit vielen Jahren auch von oftmaligem Training. Wenn man einmal erfolgreich war, kommt man einfach mit einem ganz anderen Gefühl her", sagte der WM-Zweite von Liberec 2009 nach einem 88-m-Sprung (18./+52).

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