Indonesien jubelt mit seinen Kickern und Teamchef Alfred Riedl. Der Österreicher führte das Land erstmals seit 2004 wieder ins Finale des ASEAN-Cups, der seit 1996 unter den südostasiatischen Staaten ausgespielt wird. "Das war nichts für schwache Nerven", sagte Riedl am Sonntag, nachdem seine Schützlinge auch das Semifinal-Rückspiel gegen die Philippinen 1:0 (1:0) gewonnen hatten.

Das entscheidende Tor erzielte wie im Hinspiel der gebürtige uruguayische Stürmer Cristian Gonzales vor der Pause. "Diese zweite Partie gegen die Philippinen war für uns vielleicht die schwierigste im bisherigen Turnier. Der Gegner war körperlich sehr stark, hat für mich mit seinen großen Spielern mehr wie eine europäische und nicht wie eine südasiatische Mannschaft gewirkt", erklärte Riedl. Seine Elf habe nicht gut gespielt, sondern wäre nur darauf bedacht gewesen, ins Finale einzuziehen.

In diesem wartet am Sonntag in Kuala Lumpur und am 29. Dezember in Jakarta nun nicht Titelverteidiger Vietnam, mit dem Riedl 2007 als krasser Außenseiter ins Asien-Cup-Viertelfinale vorgedrungen war, sondern Malaysia. "Das werden typische Duelle zweier Nachbarn", glaubte Ried, dessen Mannschaft den Finalgegner in der Gruppe 5:1 deklassiert hatte. "Aber dieses Resultat täuschte, das Spiel war viel enger", erklärte der 62-Jährige warnend.

Malaysia genügte am Wochenende ein 0:0 in Hanoi gegen Vietnam, nachdem das Heimspiel 2:0 gewonnen worden war. "Wir haben den Titelverteidiger eliminiert und schon viel erreicht und wir werden auch das letzte Stück des Weges gehen", sagte Teamchef K. Rajagobal. Malaysia steht erstmals seit 14 Jahren wieder im Endspiel um die Suzuki Trophäe. Riedls Männer spielen um den Pokal zum vierten Mal nach 2000, 2002 und 2004.

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