Die deutsche Fußball-Bundesliga ist vom Wettskandal offenbar nicht erfasst worden. Dies hat der noch nicht angeklagte "Wettpate" Marijo C. am Montag vor dem Bochumer Landgericht erklärt. Das sei allerdings keine grundsätzliche Entscheidung der "Wettmafia" gewesen. "Wenn es sich ergeben hätte, wäre mit Sicherheit auch die erste Bundesliga dran gewesen", sagte er.

Selbst A-Jugendliche sollen von der Wettmafia hohe Geldbeträge erhalten haben. Einem U19-Spieler von Arminia Bielefeld sollen nach Angaben eines der vier Angeklagten 6.500 Euro gezahlt worden sein, um die Partie gegen den VfL Bochum im Oktober 2009 zu verschieben. Bei der Liga-Partie gegen die A-Jugend von Schalke 04 sollen den Bielefelder Spielern sogar rund 15.000 Euro versprochen worden sein.

Den insgesamt vier Angeklagten wird vorgeworfen, in die Manipulation von über 30 Spielen verwickelt gewesen zu sein. Die Wettgewinne sollen sich auf rund 1,6 Millionen Euro belaufen. Bekanntlich waren auch Spiele in Österreichs erster und zweiter Liga verdächtig.

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