Im Streit bei Real Madrid zwischen Trainer Jose Mourinho und Jorge Valdano hat Clubpräsident Florentino Perez sich auf die Seite des Generaldirektors gestellt. "Es ist in unserem Verein üblich, dass wir uns nicht über die Schiedsrichter äußern", sagte der Fußball-Clubchef am Dienstag dem Sender Punto Radio.

Der portugiesische Coach hatte nach Reals 1:0-Sieg am Sonntag über den FC Sevilla dem Schiedsrichter 13 gravierende Fehlentscheidungen vorgehalten und Valdano indirekt vorgeworfen, sich nicht genügend für das Team eingesetzt zu haben. "Valdano ist der Sprecher des Vereins", sagte Perez. "Er hat gesagt, was zu sagen war." Mourinho hüllte sich nach dem Rüffel des Präsidenten in Schweigen und sagte seine Teilnahme an der üblichen Pressekonferenz vor dem anstehenden Pokalspiel gegen UD Levante kurzerhand ab.

Mourinho und Valdano stehen für zwei unterschiedliche Stile. Während der Portugiese mit allen Mitteln den Erfolg sucht und notfalls auch provoziert oder pöbelt, pflegt der Argentinier die vornehme und zurückhaltende Art eines Gentlemans, wie sie auch zum Selbstverständnis des 108 Jahre alten Vereins gehört. Szenen wie beim Spiel gegen Sevilla sind nach dem Verständnis Valdanos mit dem "königlichen" Image des Clubs nicht vereinbar. Ein Assistent von Mourinho hatte in der Hektik Reals 74-jährigen Vereinsdelegierten Agustin Herrerin zu Boden geschlagen, der einen Streit zwischen Betreuern beider Teams schlichten wollte.

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