Ein Slalom im November, einer im Dezember und fünf im Jänner. Die alpinen Ski-Herren haben sich an das dichte Programm, bei dem es auch um die Qualifikation für das im Februar folgende Großereignis geht, längst gewöhnt. Dazu kommen für die Techniker nach bereits drei gefahrenen Riesentorläufen noch zwei, in denen sich das rot-weiß-rote Quartett für die WM in Garmisch-Partenkirchen finden muss.

Trotz Stress freuen sich die Slalomfahrer auf ihre Hoch-Zeit. "In Wirklichkeit ist das fast angenehmer als die Trainiererei. Denn auch wenn keine Rennen sind, fahren wir von einem Ort zum anderen und trainieren. Oder man muss sich ein Alternativprogramm suchen wie Europacuprennen. Jetzt läuft alles in geregelten Bahnen. Stress hat man sowieso, aber jedem ist lieber, es ist der Jänner da, als es ist die Herumwarterei im Dezember", sagte Österreichs Technik-Cheftrainer Christian Höflehner, der sich hauptsächlich um das Slalomteam kümmert.

Auch wenn natürlich auch die Ergebnisse der bereits erfolgten Technikrennen für die WM-Nominierung herangezogen werden, so haben die Leistungen in den Bewerben im Monat vor den Weltmeisterschaften mehr Aussagekraft. "Es ist immer so, dass die Jänner-Rennen natürlich noch einmal eine Supergelegenheit sind, sich zu empfehlen. Da ist natürlich dann auch der Hinterstoder-Riesentorlauf sehr, sehr interessant. Was aber nicht heißt, dass der von Beaver Creek nichts zählt", sagte Höflehner vor dem (heutigen) Flutlicht-Slalom in Zagreb im Gespräch mit der APA - Austria Presse Agentur.

Marcel Hirscher (3.,6.), Romed Baumann (4.), Benjamin Raich (5.) sowie Philipp Schörghofer (9.) und Stephan Görgl (9.) haben es in dieser Saison bisher im Riesentorlauf in die Top-Ten geschafft. Mit Adelboden am Samstag und Hinterstoder am 6. Februar stehen vor der WM nur noch zwei Rennen dieser Disziplin auf dem Programm. Im Slalom hingegen ist noch alles offen und mit fünf Bewerben noch genug Gelegenheit, sich in das Aufgebot zu fahren. Der ÖSV hat fünf WM-Startplätze, denn Manfred Pranger ist als Titelverteidiger fix dabei.

Allerdings haben die reinen Slalom-Fahrer wie Reinfried Herbst, Pranger und Mario Matt dann wieder das Problem, dass zwischen Schladming (25. Jänner) und dem WM-Slalom (20. Februar) fast vier Wochen ohne Weltcup-Bewerb liegen. "Da muss man sich sicher was einfallen lassen mit Europacuprennen, Training usw., um im Rennrhythmus drinnenzubleiben", weiß Höflehner. Für Riesentorläufer und Slalomartisten gilt nicht nur für die WM, sondern auch in Hinblick auf die ganze Saison: "Im Jänner nicht krank werden."

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel