Ausgerechnet beim Erzrivalen Manchester United geht es für Liverpool-Trainer Roy Hodgson um seinen Job. Der Rekordmeister aus Liverpool, in der englischen Fußball-Meisterschaft aktuell nur vier Punkte oberhalb der Abstiegszone, gastiert am Sonntag im Schlager der dritten Runde des FA-Cups im Old-Trafford-Stadion. Bei einer weiteren Niederlage könnte es für den umstrittenen Hodgson vorbei sein.

Eine geplante Pressekonferenz von Hodgson am Freitag wurde von Liverpool abgesagt. "Wegen der grassierenden Spekulationen wurde entschieden, dass eine formale Pressekonferenz unter diesen Umständen nicht angemessen ist", begründete ein Clubsprecher die Absage. Spekulationen über die Zukunft von Hodgson an der Anfield Road wurden dadurch weiter angeheizt.

Mitgefühl erntete Hodgson ausgerechnet von seinem Konkurrenten am Sonntag, United-Trainer Alex Ferguson. "Heutzutage ist es eine sehr schwierige Industrie, und ich fühle mit allen Trainern, die unter Druck sind oder ihre Arbeit verloren haben", erklärte Ferguson. Er selbst ist damit nicht gemeint. Ferguson ist mit über 24 Jahren im Amt der Rekordtrainer von Manchester United, als Tabellenführer der Premier League gibt es auch keine Diskussion.

Allerdings ist sein Sohn Darren Ferguson vergangenen Woche als Trainer von Zweitligist Preston North End entlassen worden. Am Freitag musste auch sein ehemaliger Kapitän, Roy Keane, seinen Posten als Trainer von Ipswich Town räumen. Unter Druck steht derzeit aber nicht nur Hodgson, als Ablösekandidaten werden auch Gerard Houllier (Aston Villa), Avram Grant (West Ham) und Carlo Ancelotti von Meister Chelsea gehandelt.

Der strauchelnde Meister, nach der 0:1-Blamage am Mittwoch gegen das bisherige Schlusslicht Wolverhampton Wanderers schon neun Punkte hinter Spitzenreiter ManU, empfängt im FA-Cup den Zweitligisten Ipswich, der nach der Entlassung von Keane auf einen Trainereffekt hofft. Paul Scharner gastiert mit West Bromwich bei Zweitligist Reading, Zweitligist Sheffield United (Johannes Ertl) empfängt Aston Villa.

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