Die alpine Ski-WM in Garmisch-Partenkirchen kann wie geplant vom 7. bis 20. Februar stattfinden. Der Grundstücksbesitzer, mit dem die Gemeinde jahrelang gestritten hatte, stellt sein rund 4.000 Quadratmeter großes Grundstück nun doch für die Kandahar-Abfahrt zur Verfügung. Das bestätigte am Samstag der Anwalt Ludwig Seitz, der den Eigentümer vertritt.

Ein entsprechender Vertrag zwischen den beiden Parteien sei am Freitagabend notariell beurkundet worden. Auf dem Grundstück sollen die WM-Teilnehmer ins Ziel rasen. Die Gemeindeverwaltung Garmisch-Partenkirchen wollte das Land notfalls enteignen, wenn es zu keiner Einigung gekommen wäre. Die Kommune muss das Areal jetzt möglichst schnell präparieren.

Auch weitere Sport-Veranstaltungen sollen nun möglich sein. In einem Brief des Anwalts an das Landratsamt, das für das Enteignungsverfahren zuständig war, heißt es, dass der Grundeigentümer bereit sei, das Grundstück für 23 Jahre jeweils von 1.11. bis 30.4. als Skipiste zur Verfügung zu stellen - ein volles halbes Jahr. Ausdrücklich ausgenommen von der Einigung sind laut Anwalt Seitz aber die Olympischen Winterspiele 2018, für die sich Garmisch-Partenkirchen gemeinsam mit München bewirbt.

Mit Blick auf Olympia 2018 sei es "nicht nur zumutbar, sondern eine Selbstverständlichkeit, dass die deutsche Bewerberseite sich in den verbleibenden sieben Jahren um eine Regelung bemüht", heißt es in dem Brief. Wegen der Winterspiele haben auch etliche andere Grundstückseigentümer angekündigt, ihre Flächen nicht hergeben zu wollen.

München und Garmisch-Partenkirchen wollen am kommenden Dienstag die offiziellen Bewerbungsunterlagen einreichen. Die Entscheidung fällt das Internationale Olympische Komitee Anfang Juli in Südafrika. Neben den Bayern bewerben sich noch Annecy (Frankreich) und Pyeongchang (Südkorea) um Olympia 2018.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel