Chuch Blazer, eines der 22 Mitglieder im Exekutiv-Komitees des Fußball-Weltverbandes (FIFA), hat die Forderungen nach einer mögliche Verschiebung der WM-Endrunde 2022 in Katar vom heißen Sommer in den kühlen Winter kritisiert. Und er glaubt, dass die Idee schon vor der Abstimmung im Dezember im Spiel gewesen ist.

"Wenn man sich den Zeitpunkt ansieht, zu dem Franz Beckenbauer, Michel Platini oder andere dazu Stellung nahmen, dann bin ich sicher, dass darüber schon vorher diskutiert worden ist", sagte der US-Funktionär.

Blazer, der den CONCACAF-Verband vertritt und im Dezember für seine letztlich auf dem zweiten Platz gelandete Heimat als WM-Schauplatz gestimmt hat, mokierte sich darüber, dass nicht schon vor der Vergabe über das Problem mit der Hitze in dem Wüstenstaat angesprochen worden ist. Dabei haben die FIFA-Inspektoren die Kandidaten besucht und in ihren Berichten auch auf das Gesundheitsrisiko für Spieler in Kater hingewiesen. "Den Berichten wurde aber keine Aufmerksamkeit geschenkt", ärgerte sich Blazer, in dessen Heimat mehrere Medien eine neuerliche Abstimmung über den WM-Schauplatz 2022 forderten, falls die Endrunde tatsächlich in den Winter verlegt werden sollte.

Denn seiner Meinung nach müsste eine etwaige Verlegung gut vorbereitet sein. "Eine WM im Winter würde den ganzen internationalen FIFA-Kalender verändern und erhebliche Auswirkungen auf die Vorbereitungen der Teams sowie die nationalen Ligen haben." Einer Verschiebung des FIFA-Turniers sollte deshalb eine sorgfältige Analyse vorangehen. "Unter Einbeziehung aller - Spieler, Vereine, Ligen, Trainer. Sie sollen herausfinden, was das Beste ist", forderte Blazer und fügte hinzu: "Wir haben acht Jahre Zeit, um das herauszufinden, bevor wir für 2026 abstimmen."

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