Traditionsgemäß findet auch heuer wieder am Donnerstagabend während der Hahnenkamm-Woche der FIS-Slalom in Westendorf statt, und erstmals seit Jahren wird dort wieder ein Teil von Österreichs besten Stangenartisten am Start sein. Reinfried Herbst, Rainer Schönfelder, Christoph Dreier und Patrick Bechter werden vom Österreichischen Skiverband entsandt.

Dabei sein werden laut Nennliste u.a. auch der deutsche Titelverteidiger Felix Neureuther sowie die Franzosen Jean-Baptiste Grange, Julien Lizeroux (Sieger 2008) und die Italiener Giuliano Razzoli und Manfred Mölgg. Die Westendorfer sind stolz auf ihr Flutlicht-Event (Beginnzeiten 18.00/20.30 Uhr), viele Stars nützen das Rennen als Generalprobe für den Weltcup-Bewerb am Sonntag auf den Ganslern in Kitzbühel.

Äußerst gut sind die Erinnerungen von Neureuther, der 2010 erst in Westendorf und dann in Kitzbühel siegte. Infrage für die Teilnahme kommen nur jene Läufer, die nicht im Kitzbüheler Abfahrtstraining am Start sind, denn laut FIS-Statuten dürfen Athleten nicht für zwei Bewerbe an einem Tag genannt sein. In der Vergangenheit umgingen etwa die US-Amerikaner Bode Miller und Ted Ligety die Regel und machten den Vorläufer in Westendorf.

Ein paar Tausend Zuschauer werden zum "23. Internationaler Alpenrosen FIS-Torlauf" kommen, die Teilnehmer erwarten ähnliche Bedingungen, wie sie sie auf dem Slalomhang in Kitzbühel vorfinden werden. "In Kitzbühel haben sie nur einen Tag vor uns gewassert. Mit den kalten Temperaturen jetzt dürfte es auch eine ganz ordentliche Generalprobe werden", sagte Westendorf-Pressesprecher Harald Angerer. "Wir freuen uns, dass auch starke Österreicher kommen, das wirkt sich bei uns immer auf die Zuschauerzahlen aus. Zwischen 3.000 und 4.000 werden es schon werden."

Christian Höflehner ist ebenfalls froh darüber, dass er ein Quartett an den Start bringen kann. "In den vergangenen Jahren hatte es verschiedene Gründe, warum wir nicht so vertreten waren - gesundheitlich, oder es hatte vom Timing nicht so gepasst", erklärte der Trainer der Weltcup-Slalom-Mannschaft. So kommt auch heuer ein Termin dem Start von Marcel Hirscher in die Quere. "Er wäre auch in Hinblick auf Schladming sehr gerne gefahren", sagte Höflehner zur APA - Austria Presse Agentur.

Nach dem Slalom am Sonntag in Wengen, in dem Hirscher Zweiter hinter dem Kroaten Ivica Kostelic geworden war, hatten die Slalomläufer zwei Tage Pause. Hirscher und Schönfelder trainierten am Mittwoch in Hinterreit, Manfred Pranger legte zu Hause ein paar Fahrten ein. "Die restliche Partie wird morgen in Hinterreit sein. Ich bin mit Mario Matt in Kühtai, das hat rein geografische Gründe", sagte Höflehner, der dann am Abend in Westendorf an der Piste stehen wird.

Ein Start von Weltmeister Pranger in Westendorf war kein Thema, weil der Grund für sein Abschneiden zuletzt weniger in seiner Performance zu finden gewesen ist, sondern viel mehr beim Material. "Er hat einen neuen Schuh und Sachen und Varianten zu probieren, und das geht natürlich eher im Training", erklärte Höflehner. In Wengen war Pranger wegen unzulässiger Skitaillierung (Kanten zu dünn zusammengefeilt) disqualifiziert worden, zuvor war er in Zagreb 18. und in Adelboden 14. geworden.

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