Die Lavanttal-Arena, Heimstätte des Erstligisten WAC/St. Andrä, hat mit Geldsorgen zu kämpfen. "Die Lage ist bedrohlich, der weitere Betrieb nicht mehr gesichert", bestätigte Wolfgang Knes (SPÖ), Wolfsberger Vizebürgermeister, Kärntner Medienberichte. Zu dem Engpass sei es gekommen, weil die Stadtregierung aus ÖVP und FPK das Budget 2011 für das Stadion um 65.000 auf 298.100 Euro gekürzt habe.

Knes, der in der drittgrößten Stadt Kärntens Finanz- und Sportreferent in Personalunion ist, zeichnete ein düsteres Bild, sollte es bei der Kürzung bleiben. "Dann kann ab Sommer das Fluchtlicht nicht mehr eingeschaltet werden, gehen auch die Mittel für den Kauf der Rasenmarkierung, Putzmittel, die Kraftstoffe fürs Rasenmähen und das WC-Papier aus", sagte Knes, der Entlassung des Betriebspersonals unbedingt verhindern möchte.

Er wolle auf die dramatische Situation aufmerksam machen, werde die Entwicklung im Auge und weiterkämpfen. "Letztlich bin ich auch bereit, einen Nachtragsvoranschlag zum Budget einzubringen", kündigte Knes an. Der Erstliga-Aufsteiger, der das Stadion von der Stadt gepachtet hat, hat von den Sorgen des SP-Politikers bisher nur aus der Zeitung erfahren. "Mit uns hat der Vizebürgermeister darüber noch nicht gesprochen", sagte WAC-Vizepräsident Christian Puff im Gespräch mit der APA.

Der Club mache sich über die Budget-Kürzungen überhaupt keine Sorgen. "Ich weiß zwar nicht, was auf uns zukommt, aber auf unseren Spielbetrieb haben die Kürzungen der Stadt keine Auswirkungen", meinte Puff. Und sollte die Stadt keinen Ausweg aus der Lage finden, wird der aktuelle Tabellenvierte selbst aktiv. "Wenn es so weit kommt, werden wird selbst das Personal auftreiben und die Stromkosten selbst bezahlen", deutete Puff an.

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