"Wir sind alle in einer gewissen Schockstarre und hoffen das Beste für den Hansi Grugger, dass er die Operation gut überstanden hat und sich wieder erholt." Das sagte Armin Assinger, der frühere Skirennläufer und jetzige ORF-Co-Kommentator bei Alpinrennen, in der "ZiB 24" nach dem schweren Sturz des 29-jährigen Salzburgers im Abfahrtstraining am Donnerstag in Kitzbühel.

Grugger war bei der Landung nach dem Mausefallen-Sprung schwer gestürzt, hatte ein Schädelhirntrauma und Brustverletzungen erlitten und liegt nach einer fünfstündigen Notoperation auf der Intensivstation der Universitätsklinik Innsbruck. "Erst wenn sich da eine positive Tendenz abzeichnet, sollten wir über andere Dinge diskutieren", sagte Assinger angesprochen auf das Thema Sicherheit und Gefährlichkeit der Streif.

"Solche Stürze werden sich nie verhindern lassen, und man darf jetzt auch nicht mit der Analyse übers Knie brechen. Wir müssen festhalten, dass es für den Sport ausgebildete und trainierte Athleten sind. Sie arbeiten acht Monate darauf hin und sind auf alle Eventualitäten geschult. Aber keiner ist vor Fehlern gefeit", meinte Assinger.

Dazu, dass ein paar Rennläufer nach dem Grugger-Unfall von Angst während ihrer Trainingsfahrt sprachen, sagte Assinger: "Zum Spitzensport gehört Angst dazu. Der eine akzeptiert Angst, der andere schiebt sie auf die Seite." Schlussendlich wisse jeder genau, auf was er sich einlasse, wenn er am Start stehe.

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