Verhalten haben sich die Fans beim Weltcup-Super-G am Freitag in Kitzbühel gegeben. Der folgenschwere Trainingsunfall von Hans Grugger vom Vortag war in ihren Köpfen noch sehr präsent. "Wir bangen mit dem Grugger Hansi mit", sprach ein Mitglied des Fanclubs von Klaus Kröll aus, was viele dachten. Ein derartiger Zwischenfall gebe einem zum Nachdenken.

In diesem Fall sei es egal, dass Kröll beim Super-G ausgefallen sei. "Gut ist, dass nichts passiert ist", relativierte der Fan. Wichtig sei, dass ein jeder Skifahrer gut aus dem Rennen rausgehe. Der kleinste Fehler habe fatalste Auswirkungen. "So etwas kann man nicht verdrängen", schilderte ein Anhänger vom Romed-Baumann-Fanclub. Man habe großes Mitgefühl. Wichtig sei für Grugger, dass er wieder gesund werde und das Leben normal weitergehe, waren sich die Skifans einig.

Beim Skirennen seien folgenschwere Unfälle aber Berufsrisiko, meinte ein Einheimischer. Für die kommenden Tage bei den Hahnenkammrennen wünsche er sich, dass "so etwas nicht mehr passiert". Auch die Schweizer Fans nahm der Sturz des 29-jährigen Salzburgers mit. "Es ist schlimm, wenn so etwas passiert", meinte ein aus dem Kanton Bern angereister Skifan. Vor zwei Jahren war einer ihrer Landsleute, Daniel Albrecht, nach einem Sturz auf der Streif in künstlichen Tiefschlaf versetzt worden.

Hans Grugger war am Donnerstag im Abfahrtstraining in Kitzbühel gestürzt und hatte dabei das Bewusstsein verloren. Der 29-Jährige musste aufgrund seiner schweren Kopfverletzungen in der Innsbrucker Uni-Klinik notoperiert werden. Er befand sich am Freitag nicht mehr in akuter Lebensgefahr, lag aber weiterhin im künstlichen Tiefschlaf.

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