Der polnische Regierungschef Donald Tusk sieht sein Land 500 Tage vor dem Beginn der Fußball-Europameisterschaft im Zeitplan. "Es ist uns gelungen, Hauptziele umzusetzen", versicherte Tusk am Montag in Danzig, einem der Spielorte der EURO 2012 in Polen und der Ukraine. Es gebe keine Verzögerungen, die die Spiele gefährden würden.

Der liberal-konservative Politiker verwies darauf, dass der Bau von Stadien und die Modernisierung der Flughäfen besonders weit fortgeschritten seien. Beim Autobahnen-Programm hätten dagegen nicht alle Pläne realisiert werden können. Die Autobahn A4, die den Süden Polens mit dem Co-Veranstalter Ukraine verbindet, soll aber rechtzeitig vor dem EM-Beginn fertig sein.

Polen rechnet wegen der EM mit einem starkem Wirtschaftsaufschwung. Experten prognostizieren für das Bruttoinlandsprodukt einen zusätzlichen Wachstumsbeitrag von 2,1 Prozentpunkten. Tusk erwartet zudem 30 000 neue Arbeitsplätze. Umgesetzt werden sollen landesweit 81 Schlüsselinvestitionen mit einem Gesamtwert von 88 Milliarden Zloty (22,5 Milliarden Euro).

Das Eröffnungsspiel des Turniers findet am 8. Juni 2012 in Warschau, das Finale am 1. Juli in Kiew statt. Das Stadion in Posen war bereits im September eröffnet worden. Die Spielstätten in Danzig, Warschau und Breslau sollen im Jahresverlauf folgen.

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