Die Europäische Fußball-Union hat am Freitag gewarnt, dass der Verband der Ukraine (FFU) gesperrt werden könnte, wenn die politische Einflussnahme auf dessen Führung nicht gestoppt wird. Der Co-Veranstalter der EURO 2012 muss bis 4. Februar eine Bestätigung vorlegen, dass die nötigen Schritte ergriffen wurden und bestätigen, dass diese Einmischung beendet ist.

Ansonsten droht eine Sperre der Clubs für die Europacup-Bewerbe. Zudem wurde der ukrainische Verband informiert, dass im Fall einer Sperre das Nationalteam nicht bei der EURO 2012 spielen dürfe.

UEFA-Generalsekretär Gianni Infantino teilte am Freitag in Nyon nach einer Sitzung des Exekutivkomitees mit, dass dieses Gremium über eine Sanktion entscheiden werde, wenn sich die Situation im ukrainischen Verband nicht ändert. Hintergrund ist die auch von der FIFA angeprangerte, mögliche Ablöse des Verbands-Präsidenten Grigori Surkis auf politischen Druck.

Surkis hat Gegner im FFU-Vorstand, die ihn wegen eines angeblichen Nahverhältnisses zu Dynamo Kiew absetzen wollen. Dies war im Dezember fehlgeschlagen, danach setzten die Konkurrenten des Präsidenten auf staatliche Unterstützung. Die Statuten von FIFA und UEFA verbieten jegliche staatliche Einmischung in Angelegenheiten der nationalen Verbände.

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