Österreichs Skiverband (ÖSV) hat am Freitag eine Kooperation mit der Universität Innsbruck in Sicherheitsfragen bekanntgegeben. Auslöser für die Zusammenarbeit waren die zuletzt schweren Stürze von Hans Grugger, der immer noch in der Innsbrucker Uniklinik intensivmedizinisch versorgt wird, und Mario Scheiber. Diese haben dem ÖSV deutlich gezeigt, dass dringender Handlungsbedarf bestehe.

"Der ÖSV hat daher die Universität Innsbruck gebeten, umgehend verschiedene für die Verbesserung der Sicherheit wesentlichen Faktoren zu untersuchen. Dazu zählen die Geländeprofile bei Sprüngen, die Optimierung der Schutzfunktion protektiver Ausrüstung sowie Möglichkeiten zur Verringerung der Geschwindigkeit und des damit verbundenen Gefahrenpotenzials", hieß es in der ÖSV-Aussendung.

Für diese Untersuchungen werde das bestehende ÖSV-eigene Datenmaterial ebenso herangezogen wie moderne wissenschaftliche Methoden der Materialkunde, Bewegungssimulationen und Modellberechnungen. Auch das Phänomen, dass der Super-G ein geringeres Verletzungsrisiko als die technischen Disziplinen aufweise, soll untersucht werden.

Der ÖSV erwartet sich von dieser Forschungstätigkeit fundierte Aufschlüsse, die möglichst rasch in wirksame Maßnahmen umgesetzt werden können. Einige Vorschläge für kurzfristig mögliche Schritte seien auch schon beim vom Europäischen Skiverband mit der AISTS (International Academy of Sports Science and Technology) Lausanne im Vorjahr durchgeführten Workshop erarbeitet und an die FIS übermittelt worden.

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