Die UniCredit überprüft am Donnerstag die fünf verbindlichen Angebote, die bei ihr für den schwerverschuldeten italienischen Fußball-Topligisten AS Roma eingetroffen sind. Ein Bündnis von US-Unternehmern unter der Führung des italo-amerikanischen Industriellen Thomas Di Benedetto, der Fonds "Aabar" aus Abu Dhabi und der italienischen "Pharmakönig" Giampaolo Angelucci zählen zu den Interessenten.

Insgesamt wurden fünf bindende Offerten für den Vizemeister eingereicht, berichteten die italienische Sporttageszeitung "Corriere dello Sport" am Mittwoch. Auch eine französische Gesellschaft und ein Fonds aus amerikanischen und nahöstlichen Unternehmern wurden UniCredits Advisor Rothschild vorgelegt.

Das US-Bündnis gilt als Favorit im Rennen um die Übernahme des Klubs. Der Bostoner Unternehmer Di Benedetto ist laut Medienberichten bereit, 130 Millionen Euro in den verschuldeten Verein von Kapitän Francesco Totti zu investieren. Außerdem wolle er der Bank UniCredit einen Anteil von 40 Prozent überlassen. Sofort nach dem Kauf will der Amerikaner laut Medienberichten frisches Geld in den Verein pumpen. "Aabar" soll zwischen 120 und 140 Mio. Euro und Investitionen von mehr als 80 Mio. Euro geboten haben.

AS Roma war 17 Jahre lang mehrheitlich im Besitz der römischen Unternehmerfamilie Sensi gestanden. Im Juli hatte die Familie mit Romas Geschäftsführerin Rosella Sensi an der Spitze die Mehrheit des schwerverschuldeten Vereins an die Gläubigerbank UniCredit übergeben und einen 49-prozentigen Anteil bewahrt. Der Verein meldet Medienberichten zufolge eine Verschuldung von 370 Millionen Euro. Der Verkauf soll bis Anfang März über die Bühne gehen.

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