Bei den 47. Nordischen Weltmeisterschaften in Liberec vor zwei Jahren war es so weit gewesen: Erstmals durften Skispringerinnen um WM-Medaillen vom Bakken gehen. Auch bei den Titelkämpfen in Oslo in exakt drei Wochen sind die Damen wieder mit einem Bewerb vertreten. Wie schon 2009 ist Daniela Iraschko eine Mitfavoritin. Die 27-jährige Steirerin hat den Kontinentalcup bisher dominert.

Allerdings ist man im ÖSV-Lager davor gewarnt, die angestrebte Medaille als gegeben hinzunehmen. In Liberec hatte es Iraschko nur für den vierten Rang gereicht, die Windbedingungen hatten es damals nicht gut gemeint mit ihr. In Oslo wird die neue Windregel erstmals auch bei den Damen angewandt, im Kontinentalcup gibt es diese Neuerung noch nicht. Der achtfachen Saison-Siegerin Iraschko wird wie in Tschechien auch in Norwegen mit der 20-jährigen Oberösterreicherin Jacqueline Seifriedsberger wieder eine zweite ÖSV-Athletin zur Seite stehen.

Für mehr reicht es laut dem Sprunglauf-Referenten Gerald Daringer noch nicht. "Man muss im Kontinentalcup zweimal unter den Top 8 landen", erklärte Daringer die Kriterien für ein WM-Ticket. Der weitere Nachwuchs sei aber noch nicht so weit. Im Jahr vor der Weltcup-Premiere der Damen wird aber fleißig daran gearbeitet, weitere Österreicherinnen in die oberste Kategorie zu bringen.

Ehe es am 21. Februar in den hohen Norden geht, stehen für die Damen noch drei Doppelveranstaltungen auf dem Programm: Brotterode in Deutschland an diesem Wochenende, Zakopane in der Woche darauf und die WM-Generalprobe auf heimischem Boden am 19./20.2. in Ramsau.

Die Prognose von Daringer für die WM ist jedenfalls vorsichtig, aber doch optimistisch: "Für mich ist es nicht unwahrscheinlich, dass wir eine Medaille machen. Aber Medaillen holt man sich nie ab, das habe auch ich lernen müssen", erinnert er an Liberec.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel