Der Titelkampf in der englischen Fußball-Premier-League ist seit Samstagabend wieder spannender. Tabellenführer Manchester United kassierte gegen Schlusslicht Wolverhampton Wanderers mit dem 1:2 die erste Saisonniederlage. Arsenal liegt nach einem 4:4-Remis auswärts gegen Newcastle United nur vier Punkte zurück. ManCity hat nach einem 3:0-Erfolg gegen West Bromwich Albion fünf Zähler Rückstand.

Für United war es nicht nur die erste Saisonniederlage, sondern die erste Pleite in der Liga seit April 2010 und nach 29 ungeschlagenen Partien. So einen Lauf hatten die "Red Devils" zuletzt auch 1999 gehabt. "Wir sind sehr enttäuscht, vor allem, nachdem wir so früh in Führung gegangen sind", sagte ManUnited-Trainer Alex Ferguson. Nani brachte United standesgemäß in der dritten Minute in Führung, George Elokobi (10.) und Kevin Doyle (40.) sicherten dem Schlusslicht aber noch die Überraschung.

"Ich habe vorher gesagt, dass Wolverhampton stark ist, und sie waren kaum zu bändigen", fügte Ferguson hinzu. Im Gegensatz zu den bisherigen Saisonpartien seien seine Kicker diesmal nicht richtig in Gang gekommen. Für United platzte damit der Traum eine ganze Saison ohne Niederlage zu bleiben, was Preston North End (1888/89) und Arsenal (2003/04) gelungen war.

Arsenal gab im St. James' Park eine 4:0-Führung aus der Hand. "Mathematisch haben wir zwei Punkte verloren, aber psychologisch ist der Schaden größer", diagnostizierte "Gunners"-Coach Arsene Wenger. Eine Halbzeit lang sah es nach Treffern von Theo Walcott (1.), Johan Djourou (3.) und Robin van Persie (10./25.) nach einem Kantersieg für Arsenal aus. Aber nach dem Platzverweis von Abou Diaby (50.) erlebte man die Londoner nur noch im Rückwärtsgang. Ein starker Joey Barton mit zwei Foulelfmetern (68./83.), Leon Best (75.) und Cheik Tiote (87.) mit einem Sonntagsschuss schafften für die "Magpies" das kaum mehr für möglich gehaltene 4:4.

Grund zum Jubeln hatte auch Manchester Citys Kapitän Carlos Tevez, der sich an seinem 27. Geburtstag beim 3:0 über West Bromwich Albion (mit Paul Scharner) mit einem lupenreinen Hattrick beschenkte. "Ein wundervoller, fantastischer Auftritt von Tevez", schwärmte Co-Trainer Brian Kidd über den Argentinier, der sich von seinen beiden kleinen Töchtern mit "Happy-Birthday"-Ballons aufs Spielfeld hatte begleiten lassen. Mit 41 Treffern fielen an einem Samstag so viele wie noch nie in der Liga-Geschichte.

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