Die Ukraine muss nicht mehr um den Entzug der Gastgeberrolle für die Fußball-Europameisterschaft 2012 fürchten. Die FIFA und UEFA seien zu der Überzeugung gelangt, "dass keine Notwendigkeit besteht", den ukrainischen Fußballverband (FFU) zu suspendieren. Das teilten der Weltverband und der Europäische Dachverband am Mittwoch auf ihren Internetseiten mit.

Beide hatten dem FFU ein Ultimatum bis zum vergangenen Freitag gestellt, um die Absetzung von FFU-Verbandschef Grigori Surkis rückgängig zu machen. Die UEFA hatte die mögliche Absetzung als unerlaubte Einmischung der Politik gewertet, diese scharf kritisiert und der Ex-Sowjetrepublik mit dem Entzug der Co-Gastgeberrolle für die EM 2012 gedroht. Bereits am vergangenen Mittwoch hatte das Exekutivkomitee des FFU mitgeteilt, dass Surkis im Amt bleiben werde. Die Ukraine veranstaltet das Turnier im kommenden Jahr gemeinsam mit Polen.

In einem Brief an die UEFA und FIFA hatte der ukrainische Verband versichert, dass es bei der Vorbereitung auf die EURO keinen Einfluss der Politik gebe. Surkis bleibe bis zum regulären Ablauf seiner Amtszeit nach der EM 2012 in der Funktion. In einer gemeinsamen Antwort von FIFA und UEFA an den FFU vom Dienstag heißt es nun, "dass die jüngsten Entwicklungen positiv gesehen werden und dass dies ein entscheidender Schritt auf dem Weg zur Einigung und Stärkung des Fußballs in der Ukraine" sei.

"Unter diesen Umständen sind FIFA und UEFA zu der Überzeugung gelangt, dass keine Notwendigkeit besteht, den FFU zu suspendieren. Allerdings soll die Situation in den nächsten Wochen weiterhin genau beobachtet werden, um sicherzugehen, dass sich die Situation im ukrainischen Fußball definitiv stabilisiert", hieß es in dem FIFA-Statement.

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