Der Fußball-Club West Ham United hat nach Informationen des Senders BBC den Zuschlag für die Nachnutzung des Olympiastadions für London 2012 erhalten. Die "Hammers" setzten sich demnach gegen ihren Londoner Rivalen Tottenham Hotspur durch. Die Pläne der Spurs sahen vor, das kurz vor der Vollendung stehende Stadion nach den Spielen wieder abzureißen und durch eine reine Fußball-Arena zu ersetzen.

Nach den Vorstellungen von West Ham soll das Stadion nach den Spielen um ein Viertel auf 60.000 Sitzplätze rückgebaut und für Fußballspiele, Leichtathletikwettkämpfe und andere Veranstaltungen genutzt werden.

Die für die Entscheidung und das "Erbe" der Spiele zuständige Olympic Park Legacy Company (OPLC) lehnte am Donnerstag eine Stellungnahme ab und nannte die Berichte "pure Spekulation". Eine Entscheidung wird für Freitag erwartet. Der Stadionstreit hatte in den vergangenen Wochen immer wieder die Gemüter erregt. Insbesondere Tottenham, das das traditionsreiche Crystal Palace Athletics Stadium im Londoner Süden für die Leichtathletik ausbauen wollte, erntete in Sport, Politik und Öffentlichkeit viel Kritik.

Die Zusage, das Stadion als Leichtathletik-Wettkampfstätte zu erhalten, hatte bei der Olympia-Bewerbung Londons eine große Rolle gespielt. Zuletzt hatte sich Londons OK-Chef Sebastian Coe für die Pläne West Hams ausgesprochen. "Es ist wichtig, dass wir halten, was wir versprochen haben. Sonst wird es sehr schwer, im Weltsport und darüber hinaus noch ernst genommen zu werden", sagte Coe, der an der Entscheidung nicht beteiligt ist.

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