Der AC Milan geht nach zwei Remis in Folge auf den ersten Sieg im Monat Februar los, um die Verfolger in der italienischen Fußball-Meisterschaft auf Distanz halten zu können. Der Tabellenführer (49 Punkte) empfängt am Samstag (18.00 Uhr) den FC Parma und könnte mit einem Sieg die Verfolger unter Druck setzen. Der zweitplatzierte SSC Napoli (46) muss gut zwei Stunden später bei AS Roma antreten.

Der drittplatzierte Titelverteidiger Inter Mailand (44) bekommt es am Sonntag mit dem Erzrivalen Juventus Turin zu tun. Seit 1967 gilt das Duell Inter gegen Juve als "Derby d'Italia", das diesmal für beide Clubs wegweisend sein könnte.

Inter hat sich sportlich erholt, seitdem der Brasilianer Leonardo am Heiligen Abend das Traineramt in Mailand übernommen hat. Der Rückstand von damals 13 Punkten wurde auf 5 Punkte reduziert, zudem hat Inter ein Spiel weniger ausgetragen als Milan. Sollte der Stadtrivale weiter straucheln, könnte Inter nach Verlustpunkten sogar die Führung übernehmen. Juve dagegen kämpft gegen den weiteren Absturz ins Mittelmaß, der Verein des österreichischen Torhüters Alexander Manninger, für den wohl wieder nur ein Platz auf der Tribüne bleibt, liegt nur auf Rang acht.

"Gegen Juventus ist es immer ein großes Spiel und eine intensive Angelegenheit. Das Rennen um den Titel ist noch offen und glücklicherweise sind wir wieder dabei", erklärte Inter-Präsident Massimo Moratti, dessen Club auf den verletzten Goalgetter Diego Milito verzichten muss.

Die Spannungen zwischen den beiden Clubs sind gestiegen, seit Juventus 2006 im Rahmen des "Calciopoli"-Skandals zwei Titel aberkannt wurden und einer davon (2006) an Inter ging. Im Head-to-Head weist Juve mit 95 Siegen, 53 Unentschieden und 67 Niederlagen die klar bessere Bilanz auf, auch in der Serie A hat die "Alte Dame" mit 81 Siegen, 46 Unentschieden und 56 Niederlagen die Nase voran. Die erste Saisonbegegnung war mit einem torlosen Remis in Mailand zu Ende gegangen.

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