Der Fußball-Weltverband (FIFA) untersucht einen möglichen Manipulationsverdacht beim Testländerspiel zwischen Bulgarien und Estland. "Wir können bestätigen, dass die FIFA diesen Fall prüft", teilte der Weltverband am Freitagabend mit. Die FIFA bestätigte damit Berichte von Zeitungen der WAZ-Gruppe (Samstag-Ausgaben), wonach die Partie unter Manipulationsverdacht stehe.

Das Länderspiel zwischen den vom ehemaligen Rapid- und Salzburg-Betreuer Lothar Matthäus trainierten Bulgaren und Estland war am Mittwochabend in Antalya 2:2 ausgegangen. Kurios: Alle vier Treffer fielen aus Elfern. "Vier Elfmeter in einem Spiel sind schon sehr ungewöhnlich", sagte Borislaw Michailow, Präsident des bulgarischen Fußballverbands, den deutschen Zeitungen. Dem estnischen Verband lagen laut Sprecher Mihkel Uiboleht bereits vor Spielbeginn Manipulationshinweise vor.

"Der lettische Fußballverband hat uns über diesen Fall informiert, und wir haben alle Informationen an die FIFA weitergeleitet. Da es sich um ein internationales Freundschaftsspiel handelt, fällt es nicht unter die Zuständigkeit der UEFA", teilte die Europäische Fußball-Union (UEFA) der WAZ mit.

Das Spiel Bulgarien - Estland sei von einer Sportrechte-Agentur aus Thailand organisiert worden - ebenso wie die Partie Bolivien gegen Lettland, die danach ausgetragen wurde. Das Spiel endete 2:1 für Lettland. Auch in diesem Match fielen alle drei Tore aus Elfern.

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