Mit dem ersten Sieg gegen den HSV seit mehr als 33 Jahren hat der FC St. Pauli die Fußballwelt in Hamburg auf den Kopf gestellt und sich Luft im Abstiegskampf der deutschen Bundesliga verschafft. 60 Minuten lang spielte am Mittwochabend im Nord-Derby nur der Hamburger SV, ehe Gerald Asamoah mit seinem sechsten Saisontor (59. Minute) dem Aufsteiger den völlig unerwarteten Siegtreffer bescherte.

Mit 28 Punkten kletterte St. Pauli als bestes Team der Rückrunde auf Platz elf und hat nach dem frenetisch gefeierten "Dreier" im 16. Stadtderby bereits fünf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Der Erfolg im Nachtragsspiel vor 57.000 Zuschauern in Hamburg war der erste St. Pauli-Sieg gegen den HSV seit dem 3. September 1977 (2:0) - und das trotz anfangs drückender Überlegenheit des großen Lokalrivalen. Neben Asamoah musste St. Pauli schließlich auch Ersatzgoalie Benedikt Pliquett danken, der bei seinem Debüt phasenweise der beste Mann seines Teams war.

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