Nach Beendigung der Ski-WM biegt der Weltcup in die Zielgerade ein. Noch je vier Stationen stehen auf dem Programm. Mit Abfahrt, Super-G und Super-Kombi bestreiten die Damen diese Woche in Aare jene drei Bewerbe, bei denen in Bayern Österreich durch Elisabeth Görgl und Anna Fenninger die Goldmedaillen gewonnen haben. Die Herren müssen für einen Slalom und eine Super-Kombi nach Bansko in Bulgarien.

Im Kampf um die großen Kristallkugeln sind die ÖSV-Läufer aus dem Rennen. Bei den Herren liegt elf Bewerbe vor Schluss der Kroate Ivica Kostelic dank seines Super-Jänners mit 1.249 Punkten in Führung. Es folgen der Schweizer Didier Cuche (725), der Norweger Aksel Lund Svindal (713), der Schweizer Silvan Zurbriggen (703) sowie Romed Baumann (575). In Richtung Kostelic sind die Gratulationen ob seines Vorsprungs von 524 Zählern bereits ausgesprochen worden.

Knapp geht es hingegen bei den Damen zu. Maria Riesch hält zwölf Bewerbe vor Schluss mit 1.256 Punkten um 156 Zähler mehr als die US-Amerikanerin Lindsey Vonn. Elisabeth Görgl als Dritte (678) kämpft gegen u.a. Tanja Poutiainen (FIN/676) und Julia Mancuso (USA/574) um den Podestplatz.

Riesch hat mit zwei Bronzemedaillen bei der Heim-WM das Gold-Ziel verpasst. Vonn reiste mit dem Trostpreis von Abfahrtssilber in der Tasche frühzeitig ab, um die vor der WM im Training zugezogene Gehirnerschütterung vollständig auszukurieren. Frisch will sie in Schweden wieder an den Start gehen und versuchen, im Saison-Endspurt noch ihre vierte große Kugel zu holen.

Österreichs Chancen auf kleine Kristallkugeln ruhen bei den Herren auf Michael Walchhofer in der Abfahrt sowie Baumann und Michael Walchhofer im Super-G. Bei den Damen mischen Marlies Schild im Slalom sowie in der Super-Kombination noch mehrere Athletinnen mit.

In der Abfahrt startet Cuche (379) in der Pole Position in die letzten Runden. Erster Verfolger ist Walchhofer (314), der sich mit Kristall in die Sportlerpension verabschieden möchte. Drei Rennen stehen noch auf dem Programm und damit genauso viele wie bei den Damen. Vonn hat mit 420 Punkten einen Polster von 63 Zählern auf Riesch (357).

Deutlicher präsentiert sich die Situation bei den Damen im Super-G, drei Rennen vor der Abrechnung heißt es 380 für Vonn und 229 für Riesch. Noch vieles möglich ist bei den Herren in dieser Disziplin in den folgenden zwei Rennen. Die Rechnung beginnt hinter dem führenden Georg Streitberger, der verletzungsbedingt die restliche Saison ausfällt. Kostelic und Cuche halten bei je 191 Zählern, der dahinter liegende Tiroler Benjamin Raich fällt nach seiner Knieverletzung ebenfalls aus. Es folgen Baumann (179), Carlo Janka (SUI/176) und Walchhofer (169).

Ausständig sind noch jeweils zwei Riesentorläufe. Bei den Damen fällt die Entscheidung wohl in einem Zweikampf zwischen der Französin Tessa Worley (358) und der deutschen Olympiasiegerin Viktoria Rebensburg (335). Weltmeister Ted Ligety (USA/323) wird von Aksel Lund Svindal (NOR/297), Cyprien Richard (FRA/253) und Kjetil Jansrud (NOR/240) gefordert.

WM-Goldmedaillengewinnerin Schild hat im Slalom in fünf von sieben Saisonbewerben im Weltcup zugeschlagen, mit ihren 500 Zählern auf der Habenseite liegt sie 40 Punkte vor Poutiainen und 80 vor Riesch. Keine Rolle spielen die ÖSV-Läufer in der Torlaufentscheidung bei den Herren, Kostelic (478) gegen Weltmeister Jean-Baptiste Grange (FRA/382) lautet der Showdown.

Der Kroate Kostelic steht auch bereits als Gewinner der kleinen Kristallkugel in der Super-Kombination fest. Die Damen haben noch zwei Bewerbe vor sich. Nach dem bisher einzig stattgefundenen liegt Vonn (100) vor Görgl (80), Nicole Hosp (60), Fenninger (50), Riesch (45) und Michaela Kirchgasser (40).

Zwei kleine Kugeln im Slalom durch Reinfried Herbst und der Super-Kombination durch Raich waren die rot-weiß-rote Ausbeute in der vergangenen Saison gewesen.

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