Mittwochabend werden die 48. Nordischen Weltmeisterschaften in Oslo eröffnet. In einer etwa halbstündigen Zeremonie wird FIS-Präsident Gian Franco Kasper seiner offenbar nicht meistgeliebten Tätigkeit nachgehen und den Kampf um Gold, Silber und Bronze offiziell starten. Die ersten Medaillensätze werden am Donnerstag im Langlauf-Sprint der Damen und Herren vergeben.

Mit dem Statement, dass die "beste WM-Eröffnung aller Zeiten jene 1991 in Saalbach-Hinterglemm" gewesen sei, weil diese nämlich abgesagt worden ist, hatte Kasper, immerhin Präsident des Ski-Weltverbandes (FIS), zuletzt bei den Alpin-Weltmeisterschaften in Garmisch-Partenkirchen für Verwunderung gesorgt. Es wird aber auch in Oslo ohnehin nur ein kurzes Vergnügen für den Schweizer.

1.500 Kinder werden die verschiedenen teilnehmenden Nationen mit Fahnen und Kleidung in den jeweiligen Nationalfarben repräsentieren. Eskortiert von der Königswache und der norwegischen Militär-Gruppe werden sie vom Königspalast den kurzen Weg zum Universitätsplatz marschieren. Zu dieser Parade eingeladen sind Bürgermeister aus ganz Norwegen ebenso wie die 2.200 Freiwilligen der WM.

Die frühere Songcontest-Teilnehmerin Maria Haukass Mittet, ein Gesangsstar in Norwegen, wird dann auch den offiziellen WM-Song "Glorious" vorstellen. Der Universitätsplatz wird in den restlichen WM-Tagen abends immer Mittelpunkt des Interesses sein, wenn jeweils ab 19.00 zunächst diverse Bands für 30 Minuten Gratiskonzerte geben und danach die Medaillen-Vergaben vorgenommen werden.

Entlang der "Karl Johans gate", der größten Straße in Oslo, entsteht im Park "Spikersuppa" derzeit ein Eisskulpturen-Park. Mit Kettensägen und Bügeleisen arbeiten die Eisbildhauer an ihren Figuren, die das Stadtbild in den nächsten Wochen prägen werden. Unter dem Motto "Munch in Schnee und Eis" entstehen Motive in Anlehnung an die Arbeiten des Malers Edvard Munch. Tausend Tonnen Schnee und 70 Kubikmeter Eis werden dort verarbeitet. In einem eigenen Bereich soll ein "norwegischer Foodcourt" die Fans laben und auch typisch norwegische Produkte verkauft werden. "Unser Ziel ist es, die Energie vom Holmenkollen am Abend nach Oslo zu bringen. Wir möchten zeigen, dass Oslo die Winter-Hauptstadt der Welt ist", meint der bei der WM zuständige Kultur-Direktor Tove Indgjerd euphorisch.

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