Knalleffekt in der Doping-Affäre rund um den ehemaligen ÖSV-Trainer Walter Mayer, der von 1999 bis 2003 als Rennsportdirektor für Langlauf und Biathlon fungiert hat. Die Staatsanwaltschaft Wien hat gegen den 53-Jährigen und vier weitere Personen - darunter einen Wiener Apotheker - einen Strafantrag wegen zahlreicher Verstöße gegen das Anti-Doping-Gesetz und das Arzneimittelgesetz eingebracht.

Vor Gericht gestellt werden zudem auch Ex-Radprofi Georg Totschnig und der frühere Langläufer Michail Botwinow, denen die Anklagebehörde falsche Zeugenaussage vorwirft. Wie der Sprecher des Wiener Straflandesgerichts, Christian Gneist, am Donnerstag der APA bestätigte, ist das Verfahren gegen die insgesamt sieben Verdächtigen unter dem Aktenzeichen 61 Hv 20/11y bereits gerichtsanhängig.

Mayer wird vorgeworfen, von 2005 bis zum Februar 2009 - und damit auch noch Monate nach dem im August 2008 in Kraft getretenen Anti-Doping-Gesetz - teilweise höchst prominente Sportler gedopt zu haben. Den Prozess, der vermutlich im Mai über die Bühne gehen wird, wird Richterin Katharina Lewy leiten. Mayer drohen im Fall eines Schuldspruchs bis zu drei Jahre Haft.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel