Zweitligist MSV Duisburg hat am Dienstabend gegen Energie Cottbus den vierten Einzug ins deutsche Cup-Endspiel nach 1966, 1975 und 1998 im Visier. Die in der Meisterschaft sechstplatzierten "Zebras" mit den ÖFB-Legionären Stefan Maierhofer und Jürgen Säumel gelten vor eigenem Publikum gegen die nur einen Rang und einen Punkt schlechtere Mannschaft des Österreichers Markus Obernosterer als Favorit.

Fix ist damit schon jetzt, dass erstmals seit 2004 (Alemannia Aachen) wieder ein Zweitligist im Finale steht. "Die Hütte wird voll sein, unsere Fans werden uns unterstützen und wir werden von der ersten Sekunde an Gas geben", versprach Maierhofer. Dem Niederösterreicher, der in der Liga bisher siebenmal getroffen hat und mit dem MSV auf dem Weg ins Halbfinale den 1. FC Köln und 1. FC Kaiserslautern eliminierte, ist der Aufstieg ein besonderes Anliegen. Könnte es doch am 21. Mai (20.00 Uhr) im Berliner Endspiel ein Wiedersehen mit seinem Ex-Verein Bayern München kommen.

In der Liga haben sich der MSV und Energie im Herbst in Duisburg 2:2 getrennt. "Die Chancen, nach Berlin zu fahren, stehen 50:50", glaubt der kroatische Duisburg-Trianer Milan Sasic, dessen Widerpart Claus-Dieter Wollitz meinte: "So eng wie in der Liga erwarte ich auch dieses Halbfinale." Die Lausitzer, die mit SC Freiburg, VfL Wolfsburg und TSG 1899 Hoffenheim sogar drei Erstligisten auf der Abschlussliste haben, standen bisher einmal, 1997 beim 0:2 gegen den VfB Stuttgart, im Endspiel.

Dort haben die Duisburger viermal den Kürzeren gezogen, wobei sie 1998 (1:2) und 1966 (2:4) in den Bayern ihren Meister fanden. Der aktuelle Double-Gewinner empfängt am Mittwoch (20.30 Uhr/live ZDF und Sky) in der Münchner Allianz Arena Vizemeister FC Schalke 04. "Wir haben aus dem Vorjahr noch eine Rechnung in Sachen Halbfinale mit den Bayern offen", sagte S04-Coach Felix Magath.

In der Vorschlussrunde 2010 mussten sich die Schalker daheim durch ein Tor von Arjen Robben den Münchnern 0:1 nach Verlängerung geschlagen gaben. Die Pokalbilanz spricht für die Bayern. In sieben von acht Duellen setzen sich die Bayern durch. Die Ausnahme der "Königsblauen" datiert aus der Saison 2001/02 mit einem 2:0 nach Verlängerung.

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