Der italienische Fußballverband (FIGC) hat im Rahmen der Ermittlungen zum Liga-Manipulationsskandal von 2006 Inter Mailands Präsidenten Massimo Moratti vorgeladen. Der Besitzer des Triple-Siegers muss am 31. März die Fragen von FIGC-Chefankläger Stefano Palazzi beantworten. Dies gab der Verband am Dienstag bekannt. Er will klären, ob auch Moratti Einfluss auf chiedsrichter in Italien genommen hat.

Im Zivilprozess gegen den ehemaligen Juventus Turin-Manager Luciano Moggi und weitere Funktionäre und Schiedsrichter in Neapel waren abgehörte Telefongespräche zwischen Moratti und den damaligen Schiedsrichter-Koordinatoren Paolo Bergamo und Pierluigi Pairetto aufgetaucht. Juve forderte daraufhin eine Neuaufnahme der Ermittlungen.

Die Turiner waren vom FIGC 2006 wegen Liga-Manipulationen ihres Managers Moggi zum Zwangsabstieg in die zweite Liga verurteilt worden. Außerdem wurden ihnen die Meistertitel 2005 und 2006 aberkannt. Den Titel aus dem Jahr 2006 bekam daraufhin Inter zugesprochen. Nach Überzeugung des FIGC hat Moggi Schiedsrichter derart beeinflusst, dass sie in Spielen zugunsten der Turiner entschieden.

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