Die 27. Runde der deutschen Bundesliga steht am Wochenende im Zeichen des Abstiegskampfes und der Trainerwechsel. Im Ringen ums Überleben sind die letzten sechs Vereine der Tabelle diesmal unter sich, wobei gleich vier "Ösi"-Clubs involviert sind. Bereits am Freitagabend eröffneten Schlusslicht Borussia Mönchengladbach (Stranzl) und der Tabellen-14. 1. FC Kaiserslautern (Knaller, Walch, Hoffer).

Der VfB Stuttgart (13./Harnik) hat am Sonntag den Vorletzten VfL Wolfsberg, der mit seinem neuen Trainer Felix Magath kommt, zu Gast. Die Schwaben fühlen sich durch die Änderung auf der Trainerbank der Niedersachsen im Vorfeld der Partie gestört. "Wir können unser Vorbereitung praktisch in den Kübel werfen", ärgerte sich VfB-Trainer Bruno Labbadia. Dadurch sei die Aufgabe am Sonntag für seine Mannschaft schwieriger geworden.

Am Samstag treffen mit Eintracht Frankfurt und dem FC St. Pauli der 15. auf den 16. Das Duo hat genauso wie die Stuttgarter und die Lauterer 28 Punkte auf dem Konto. Nur einen Zähler besser ist der SV Werder Bremen, der mit Marko Arnautovic, aber ohne den verletzten Sebastian Prödl (Sehnenriss im linken Oberschenkel) nach Nürnberg (Rubin Okotie) reist. Die Franken sind acht Runden ohne Niederlage und damit die beste Elf in diesem Jahr.

Weiterhin verletzt ist Andreas Ibertsberger, dessen Landsmann David Alaba mit TSG 1899 Hoffenheim in Hannover (Emanuel Pogatetz) gegen den Tabellendritten antritt. Der FSV Mainz (Christian Fuchs/Andreas Ivanschitz) gastiert in Dortmund. "Mit einer Leistung wie gegen Bayer Leverkusen haben wir auch im Hexekessel der Borussia eine Chance", glaubt Fuchs, der am Sonntag mit einem Erfolg in ÖFB-Teamcamp einrücken möchte.

Ivanschitz, der mit seinen Kollegen in dieser Woche von Trainer Thomas Tuchel anlässlich der Geburt seiner Tochter zum Comedian Matze Knop eingeladen wurde, erklärte: "Es interessiert uns nicht, dass wir den Titelkampf vielleicht noch einmal spannend machen könnten, sondern wir schauen auf uns selbst und wollen unseren fünften Tabellenplatz erfolgreich verteidigen."

Nach dem dritten geplatzten Titel-Traum steht der FC Bayern München in Freiburg mit dem Rücken zur Wand. "Wir wollen nicht in der Europa League, sondern in der Champions League spielen", sagte Noch-Trainer Louis van Gaal. Damit der Titelverteidiger seinen letzten Strohhalm Hoffnung, den dritten Platz, der zur Teilnahme an der Königsklasse berechtigt, nicht verliert, müssen Punkte her. "Nochmal Vollgas und dann denke ich, werden wir Platz zwei oder drei stehen", meinte Teamspieler Thomas Müller.

Mit Magath (Wolfsburg), Michael Oenning (Hamburger SV/daheim gegen 1. FC Köln) und Seppo Eichkorn (interimistisch für Magath-Nachfolger Ralf Rangnick/FC Schalke/in Leverkusen) übernehmen gleich drei neue Trainer in der gleichen Runden neue Aufgaben. "Die Welt ist verrückt. Es kann doch nicht sein, dass das passieren kann", kommentierte Van Gaal, der am Saisonende selbst seinen Sessel räumen muss, das ungewöhnliche Treiben der vergangenen Tage.

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