Die EM-Qualifikationspartie zwischen Österreich und Belgien wird am Freitag vor einer mehr als ansehnlichen Kulisse über die Bühne gehen. Bis Donnerstagmittag waren über 41.000 der insgesamt rund 48.000 Tickets abgesetzt. Karten sind am Spieltag ab 10.00 Uhr auch noch an den Stadionkassen erhältlich.

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Im Happel-Stadion kommt es zu einem in der ÖFB-Länderspiel-Geschichte fast einmaligen Massenauflauf von Scouts. 73 Spione von Clubs und Nationalverbänden haben ihr Kommen angekündigt, darunter Vertreter von Barcelona, Manchester United, Chelsea, Manchester City, Tottenham, Inter Mailand, AC Milan, Juventus, Ajax Amsterdam, Dortmund, Schalke und Bremen. Der FC Bayern, der angeblich an Emanuel Pogatetz interessiert ist, schickt sogar seinen Manager Christian Nerlinger. Als Ehrengäste haben sich unter anderem Sportminister Norbert Darabos, Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner, ÖOC-Chef Karl Stoss, dessen Vorgänger Leo Wallner sowie Ex-Teamchef Alfred Riedl angekündigt, der im Moment die indonesische Nationalmannschaft betreut.

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Martin Harnik hat an das erste EM-Quali-Duell mit Belgien besonders gute Erinnerungen. Der Stuttgart-Legionär erzielte im Oktober in Brüssel in der 93. Minute, fünf Minuten nach seiner Einwechslung, das 4:4. "Wie wichtig das Tor ist, zeigt sich erst am Ende der Qualifikation. Wenn der Punkt dazu führen sollte, dass wir die Qualifikation schaffen, dann wäre es eines der wichtigsten Tore meiner Karriere", erklärte der 23-Jährige.

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Vor dem Spiel wird mit einer Schweigeminute den Opfern der Naturkatastrophe von Japan gedacht. Außerdem wird den Stadionbesuchern die Möglichkeit geboten, bei den Eingängen für die Betroffenen zu spenden. Der dadurch eingenommene Betrag wird von Matchsponsor Generali verdoppelt und dem Roten Kreuz zur Verfügung gestellt. Der ÖFB beteiligt sich mit 10.000 Euro aus seinem Charity-Projekt an dieser Aktion.

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Aufgrund des zu erwartenden Verkehrschaos ersuchen der ÖFB sowie ÖAMTC und ARBÖ die Fans, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zum Stadion zu kommen. Ein Matchticket gilt als Fahrschein.

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Der mit der Spielleitung beauftragte Schiedsrichter Wladislaw Besborodow leitete vor gut eineinhalb Jahren ein Spiel in Wien, das die UEFA und die Korruptionsbehörden noch Monate danach beschäftigen sollte. Der Russe war beim 5:0-Erfolg von Rapid im Zweitrunden-Hinspiel der Europa-League-Qualifikation gegen Vllaznia Schkodra im Einsatz. Wenig später kam der Verdacht auf, Spieler des albanischen Clubs hätten sich für eine hohe Niederlage kaufen lassen.

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