Österreich sei nach der Niederlage gegen Belgien "verwundet" und könnte dadurch am Dienstag in der EM-Qualifikation noch gefährlicher sein. "Dessen müssen wir uns bewusst sein", sagte der türkische Fußball-Teamchef Guus Hiddink laut türkischen Medien am Montag in Istanbul. Der Niederländer kündigte Offensivfußball an, das entspreche der türkischen Spielkultur.

"Wir lieben Angriffsfußball. Morgen laufen wir ein, um das Spiel zu dominieren, um nach vorne zu spielen, sobald wir den Ball haben", versprach Hiddink.

Die heißblütigen Fans im Sükrü-Saracoglu-Stadion seien Vor- und Nachteil zugleich. Denn nur bei attraktivem Fußball gebe es Applaus, andernfalls drohten negative Reaktionen. Davon dürften sich die Spieler nicht beeinflussen lassen und geduldig spielen. Das Spiel gegen Österreich sei wichtig für den aktuellen Rang in der Gruppe, aber noch kein Entscheidungsspiel, betonte Hiddink. Deutschland werde wohl die Gruppe gewinnen, dahinter gebe es einen harten Kampf zwischen der Türkei, Belgien und Österreich.

Teamtorhüter Volkan Demirel sprach es bei der gemeinsamen Pressekonferenz klarer aus: "Wir müssen gewinnen. Wir kämpfen darum, die türkische Fahne bei der Euro 2012 wehen zu sehen. Unser erstes Ziel dorthin ist das Spiel gegen Österreich. Darüber sprechen wir überall und zu jeder Zeit."

In einer Online-Umfrage der Sportzeitung "Fanatik" gehen 78 Prozent der Leser von einem türkischen Sieg aus, 15 Prozent von einer Niederlage, 7 Prozent von einem Unentschieden. Montagmittag waren knapp 65.000 Stimmen abgegeben.

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