Der aktuelle Prozess gegen den Fußball-Wettpaten Ante Sapina, in dem erstmals auch betroffene Spiele aus Österreich Thema sind, könnte möglicherweise schon in wenigen Wochen zu Ende sein. Das wurde am Montag am Bochumer Landgericht bekannt. Der zuständige Staatsanwalt Andreas Bachmann geht im günstigsten Fall von nur noch fünf bis sechs weiteren Verhandlungstagen aus.

"Es könnte recht schnell zu Urteilen kommen", sagte Ankläger am Rande des Prozesses. Hintergrund seien die konkreten Aussagen der Angeklagten. Im zweiten großen Verfahren geht es um 47 mutmaßlich manipulierte Fußballspiele. 17 davon waren bereits in einem ersten Prozess verhandelt worden. Für die 30 weiteren Spiele sollen die Wettbetrüger mehr als eine halbe Million Euro an Spieler und Schiedsrichter gezahlt haben.

Von den Manipulationen betroffen sollen laut Anklage neben einem WM-Qualifikationsspiel und Begegnungen der Champions League auch fünf Partien im österreichischen Profi-Fußball sein - allesamt im Spätsommer/Herbst 2009. Drei davon seien Bundesliga-Spiele des Kapfenberger SV, dazu kämen eine Liga- und eine Cup-Partie des Zweitligisten Hartberg.

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