Die FIFA hat genug vom Treiben im indonesischen Fußball. Der Weltverband installierte angesichts der jüngsten chaotischen Entwicklungen anstelle der bisherigen Führungsriege ein "Normalisierungs-Komitee". Dieses soll die Geschäfte des indonesischen Verbandes (PSSI) interimistisch leiten und die Abhaltung der zuletzt nach tumultartigen Szenen abgebrochenen Neuwahl der Verbandsspitze organisieren.

Der PSSI wurde bisher von Nurdin Halid geführt, der seit 2007 wegen eines Wirtschaftsdeliktes im Gefängnis sitzt, die Geschäfte von dort aus aber weiterlenkte. Laut FIFA habe die PSSI-Spitze angesichts der Abspaltung eines Teiles der Liga und der missglückten Neuwahl endgültig jegliche Glaubwürdigkeit und jeglichen Führungsanspruch verloren. Ein unabhängiges Expertengremium werde nun die Wahl bis 21. Mai vorbereiten und überwachen.

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel