Eine erste Fan-Gruppe des FC St. Pauli droht dem DFB wegen des "Geisterspiel"-Urteils mit einer Schadenersatzklage. Sollte es bei der Strafe für den Bundesligisten bleiben, will eine Hamburger Wirtschaftsrechtskanzlei zivilrechtlich gegen den DFB vorgehen, kündigte sie am Dienstag in einer Pressemitteilung an. Die Sanktionen gegen den Verein seien "unangemessen", erklärte der Rechtsanwalt.

Der Verband hatte St. Pauli wegen eines Becherwurfs auf den Schiri-Assistenten während des in der 88. Minute abgebrochenen Spiels (0:2) gegen FC Schalke dazu verurteilt, die Partie gegen Werder Bremen am Ostersamstag vor leeren Rängen zu bestreiten. Der Kiez-Club hat Einspruch eingelegt. "Es ist ja typisch für unsere Zuschauer, dass sie sich nicht alles gefallen lassen. Wir sind auch ein sehr lebendiger Verein, in dem kontrovers über viele Dinge diskutiert wird. Von daher überrascht mich das nicht", sagte St. Paulis Teammanager Christian Bönig zu der Klagedrohung.

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