Das Londoner Wembley-Stadion ist am Samstag fest in der Hand von "Mancunians". Im FA-Cup-Semifinale steigt der große Manchester-Gipfel zwischen City und United, der Sieger gilt am 14. Mai an selbst Stelle auf jeden Fall als Favorit - unabhängig davon, ob sich Stoke City oder Bolton am Sonntag für das Finale qualifiziert.

Für die "Citizens" bietet sich die Chance, dem ungeliebten Stadtrivalen eine empfindliche Niederlage zuzufügen. Mit einem Sieg würde die Truppe von Roberto Mancini nicht nur die Hoffnungen der "Red Devils" auf den Gewinn des "Trebles" aus Meisterschaft, Champions League und FA-Cup zunichtemachen, sondern auch dem ersten Titelgewinn seit 1976 (Liga-Cup) bedeutend näher kommen. "Wir können die Geschichte ändern. Alle meiner Spieler müssen wissen, dass auf uns ein großer Moment wartet", meinte der italienische Coach.

Mancini muss gegen ManUnited allerdings auf seinen besten Torschützen verzichten. Carlos Tevez zog sich bei der 0:3-Niederlage am Montag in Liverpool eine Muskelverletzung zu und fällt drei bis vier Wochen aus. Doch auch der Tabellenführer der Premier League und aktuelle Champions-League-Semifinalist tritt ohne seinen Stürmerstar an. Wayne Rooney nimmt wegen seiner "Fluch-Sperre" auf der Tribüne Platz.

Mit dabei ist hingegen Oldie Ryan Giggs, der in den CL-Viertelfinal-Duellen mit Chelsea alle drei United-Treffer mustergültig vorbereitete. "Unser Selbstvertrauen ist riesig", erklärte der 37-jährige Waliser nach zuletzt sieben Pflichtspiel-Siegen in Folge. Sein Clubkollege Paul Scholes stichelte unterdessen gegen die "Citizens". "Als Vierter oder Fünfter in der Liga kann man sie nicht als unsere Hauptrivalen sehen, das sind Arsenal und Chelsea. City und Liverpool sind nur wegen der geografischen Lage unsere Rivalen."

Die großen Gegner von United versuchen am Wochenende, in der Liga Boden auf den Spitzenreiter gutzumachen. Arsenal würde mit einem Heimsieg am Sonntag über Liverpool bis auf vier Punkte herankommen, Chelsea will am Samstag den Rückstand mit einem vollen Erfolg auswärts gegen West Bromwich Albion auf acht Zähler verkürzen.

Für "Blues"-Coach Carlo Ancelotti könnte die Partie gegen den Club von Paul Scharner schon einer seiner letzten Auftritte auf der Chelsea-Bank sein. "Wenn der Club zu Saisonende nicht zufrieden ist, kann er Veränderungen vornehmen. Für mich ist das kein Problem", betonte der Italiener.

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