Austria Lustenau hat in der Ersten Liga als Tabellendritter keine Chance mehr auf den Aufstieg in die Bundesliga, dafür aber zumindest noch einen großen Auftritt auf der Fußball-Bühne. Die grünweiße Austria gastiert am Dienstag (19.00 Uhr) in der Generali Arena zum Cup-Viertelfinale gegen den heimischen Rekord-Cupsiegers und Namensvetters in Wien-Favoriten.

"Ich glaube, ich habe nicht viele Spieler im Kader, die so ein Spiel schon mitgemacht haben. Es wird ein Erlebnis", sagte Trainer Edi Stöhr.

Seine Spieler würden motiviert sein. "Sie dürfen nur nicht übermotiviert und nervös werden", meinte Stöhr, dessen Vertrag im Ländle über das Saisonende hinaus nicht verlängert wird. Er habe seine Entscheidung schon längst vorher getroffen, sagte der Deutsche am Montag. "Ich hätte sie nur dann revidiert, wenn sich die Bedingungen geändert hätten", meinte Stöhr zur APA - Austria Presse Agentur. Was er damit andeutete, sprach er auch offen aus: Das Training laufe auf bescheidenem Niveau, auf Bezirksliga-Ebene ab.

Er sei mit großer Freude gekommen, hätte mit dem Verein in die Bundesliga zurückkehren wollen und hätte auch gerne weitergemacht, versicherte der 57-Jährige. Doch wie hatte es schon Präsident Hubert Nagel gesagt, im Fußball gebe es kein Wunschkonzert. Und weil auch das Geld fehlte, ging im Ländle nicht viel weiter. "Wie jeder Verein, muss auch Austria Lustenau sparen", so Stöhr, der das professionelle Umfeld rund um die Mannschaft vermisste.

Dennoch scheidet der Bayer, der das gegenseitige Vertrauen zum Clubchef ("Stöhr hat gute Arbeit geleistet") lobt, nicht im Groll aus Lustenau - im Gegenteil. Seine Schützlinge hätten unter seiner Führung viel dazugelernt, leider habe aber die offensive Abteilung zu wenige Tore erzielt. "Das Verhältnis zu den Spielern war perfekt. Die Spieler haben immer Leidenschaft gezeigt und waren stets um den Erfolg bemüht", sagte der Trainer.

Der Zweitligist, dem in der Bundesliga gegen den kommenden Cup-Gegner Austria Wien in Favoriten in bisher sechs Spielen kein einziger Sieg (0-2-4/4:10) gelang, liegt in der Tabelle 14 Punkte hinter Spitzenreiter FC Admira. Die Lustenauer hoffen, durch einen neuen Mann neue Impulse zu erhalten. Stöhr ist seit März 2009 im Amt und hatte auch schon davor in den Jahren 1994 bis 1999 und 2001 bis 2003 zwei Engagements mit der Lustenauer Austria hinter sich.

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