Trotz einer durchwachsenen Vorstellung ist der SV Kapfenberg mit einem 2:0-(0:0)-Erfolg bei der Vienna am Dienstag ins Halbfinale des österreichischen Fußball-Cups eingezogen. Auf der hohen Warte erzielten Srdjan Pavlov (65.) und Philipp Wendler (93.) die Tore für die Steirer und machte so die Träume der Döblinger vom ersten Semifinale seit 1997 zunichte.

Die Wiener, Abstiegskandidat der Ersten Liga, waren 90 Minuten zumindest ebenbürtig und fanden die besseren Chancen vor, mussten schließlich aber die Cup-Koffer packen. Erst Pavlov konnte die Gäste auf die Siegerstraße bringen - just in seinem ersten Bewerbsspiel seit 24. Juli des Vorjahres. Der Gegner der Steirer im Halbfinale wird am Mittwochabend nach Abschluss der Viertelfinal-Spiele ausgelost.

Kapfenberg fand vor 2.700 Zuschauern auf der Hohen Warte nie richtig in die Partie. Im Gegensatz zu den Wienern, die beherzt nach vorne spielten, begnügten sich die Steirer damit, das Spiel einigermaßen zu kontrollieren, ohne dabei aber gefährliche Chancen zu schaffen. Die "heißeste" vergab Elsneg, der nach einem hohen Ball aber ein Luftloch schlug, anstatt einzuschießen (32.).

Ein Kombinationsspiel kam freilich weder da noch dort zustande, viele hohe Bälle prägten das Bild. Die besseren Möglichkeiten hatte die Vienna: In Minute 18 verlud Hosiner im Strafraum einen Kapfenberger Verteidiger, verfehlte das lange Eck dann aber knapp. Kurz vor der Pause verfehlte der 21-Jährige schließlich eine Hereingabe von Mair aus Kurzdistanz nur knapp (45.).

Nach dem Seitenwechsel zeigten sich defensiv sehr disziplinierten Hausherren sogar als besseres, wesentlich schwungvolleres Team, das mehrere Male gefährlich vor dem Kapfenberger Tor auftauchte. Nach 66 Minuten wurden die Wiener aber fast aus dem Nichts heraus kalt erwischt: Pavlov legte sich den Ball nach Hereingabe von Scharifi selbst vor, trickste so Beciri aus und schoss trocken und unhaltbar für Lukse zur 1:0-Führung ein.

Die Vienna war weiter bemüht. Kapfenberg hatte etwa Riesenglück, als ein Beciri-Kopfball knapp vor der Linie entschärft werden konnte (78.). In der Nachspielzeit schienen die Mühen noch belohnt zu werden: Welnicki brachte im Strafraum Hosiner zu Fall, sah dafür Gelb-Rot und brachte den Wienern einen Strafstoß ein. Kapfenberg-Goalie Wolf parierte aber sowohl Djokics Versuch als auch den Nachschuss von Beciri. Den folgenden Konter schloss Wendler zum 2:0 ab.

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