Fünf Runden vor dem Ende ist die Erste Fußball Liga endgültig zum Krimi mutiert. Weil die Admira am Freitagabend in St. Pölten ein 0:1 (0:0) kassierte, ist der Kampf um den Aufstieg wieder völlig offen. Altach, das bereits am frühen Abend Austria Lustenau 2:1 geschlagen hatte, ist nun erstmals nach der 20. Runde wieder Erster, hat einen Punkt Vorsprung auf die Admira.

Die Kühbauer-Elf ging durch ein spätes Tor von Lukas Thürauer (83.) k.o., konnten ihrer Favoritenrolle niemals gerecht werden. Für die Admira war es der zweite Tiefschlag am Freitag, nur wenige Stunden zuvor war dem Club die Lizenz durch die Bundesliga in erster Instanz verweigert worden. Erstmals in dieser Saison konnte die Admira gegen St. Pölten nicht gewinnen, damit wartet man nun schon seit sechs Spielen (2 Remis, 4 Niederlagen) auf einen vollen Erfolg. Die Gastgeber wiederum, derzeit Fünfte, sind nun bereits seit vier Spielen ungeschlagen.

"Jetzt wird's eng, wir haben den Vorsprung komplett vergeigt. Wir müssen jetzt wieder in die Spur finden, denn momentan stehen wir irgendwo", sagte Admira-Goalie Hans-Peter Berger. Die Admira hatte das Spiel vor dem Seitenwechsel optisch unter Kontrolle, wurde aber nur aus zwei Standards (20., 30.) gefährlich. St. Pölten kam aus einer sicheren Defensive heraus im Konter zur besten Chance der ersten Hälfte, Dibon musste in der 18. Minute kurz vor der Linie klären.

Nach dem Seitenwechsel hoben beide Teams den Kick auf ein etwas höheres Niveau, vor allem St. Pölten forderte den immer passiveren und einfallslosen Favoriten nun voll. Einschussmöglichkeiten blieben dank gut gestaffelter Abwehrreihen aber ein rares Gut. So etwa als Berger gegen St. Pöltens Fröschl klären musste (81.). Im Finish gelang den Hausherren dann sogar noch der Siegtreffer: Nach Fallmann-Zuspiel ließ Thürauer im Strafraum drei Gegenspieler aussteigen und schoss problemlos ein (83.).

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