Der Fußball-Weltverband FIFA hat ein Urteil über eine mögliche Einführung der Torlinientechnologie weiter verschoben. Die Ergebnisse von zwei Testphasen der technischen Systeme sollen den Regelhütern des International Football Association Board (IFAB) bei einer Sondersitzung im Juli 2012 präsentiert werden. Das teilte die FIFA am Dienstag mit.

Vor zwei Monaten hatte der Weltverband noch angekündigt, dass das IFAB bereits im März 2012 ein Urteil über die von Experten geforderten Torkameras oder Chip-Bälle sprechen werde. Das Testprozedere sei relativ lange und umfangreich, begründete ein FIFA-Sprecher die Verschiebung.

Bis Anfang Juli dieses Jahres können Unternehmen ihre Teilnahme an den neuerlichen Tests anmelden. Die entsprechenden Systeme müssen sich zunächst bis Dezember unter Tages- und Flutlicht beweisen. In einer zweiten Phase von März bis Juni 2012 sollen in umfangreicheren Tests unter anderem Spielszenen simuliert und die Zuverlässigkeit der Software geprüft werden.

Die Frage, ob direkt im Juli kommenden Jahres die Entscheidung für eine Technologie fallen werde, bezeichnete der Sprecher als "hypothetisch". Zuletzt hatte die FIFA zehn technische Systeme unter die Lupe genommen, keines überzeugte den Weltverband. Wenn das IFAB allerdings einem System Grünes Licht gebe, sollte es kein Problem sein, dieses bei der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien einzusetzen, hatte FIFA-Präsident Joseph Blatter im März gesagt. Bis dahin werden Unparteiische von zwei zusätzlichen Assistenten unterstützt.

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