Am Donnerstag ist am Grazer Straflandesgericht der Prozess gegen Hannes Kartnig und sieben Mitbeschuldigte aus dem Umfeld des Fußball-Bundesligisten Sturm Graz fortgesetzt worden. Nach wenigen Minuten war allerdings auch schon wieder Schluss, da die einzige Zeugin, für die der ganze Tag reserviert war, nicht aussagte.

Dem ehemaligen Präsidenten des Klubs wird schwerer Betrug, betrügerische Krida, grob fahrlässige Beeinträchtigung von Gläubigerinteressen sowie Steuerhinterziehung vorgeworfen. Ein entscheidender Punkt sind dabei die Schwarzeinnahmen aus den Eintrittskarten. Laut Anklage wurde bei jedem Fußballspiel, bei dem Sturm Graz der Veranstalter war, eine bestimmte Summe einbehalten. Dadurch wurden der Steirische Fußballverband und die Bundesliga geschädigt, da diese einen bestimmten Prozentsatz der Einnahmen bekommen.

Mit der Verrechnung der Eintrittskarten war maßgeblich eine Sekretärin beschäftigt, die als wichtige Zeugin der Anklage geführt war. Sie sagte letztendlich aber doch nicht aus, was möglich war, weil sie sich unter Umständen mit den Angaben selbst belastet hätte.

Der Richter vertagte daher gleich wieder. Fortgesetzt wird der Prozess am 10. Mai um 9.00 Uhr mit der Befragung weiterer Zeugen.

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