Der SC Austria Lustenau hat zwei Tage nach dem sensationellen Einzug ins Finale des ÖFB-Cups einen neuen Trainer präsentiert. Der Isländer Helgi Kolvidsson tritt beim Tabellendritten der Erste Liga wie erwartet nach Saisonende die Nachfolge des scheidenden Deutschen Edi Stöhr an.

Der 39-Jährige ist derzeit beim deutschen Fußball-Regionalligisten SC Pfullendorf tätig und sicherte seinem Team frühzeitig den als Saisonziel ausgegebenen Klassenerhalt. Bei den Vorarlbergern unterzeichnete der ehemalige isländische Teamspieler vorerst einen Ein-Jahres-Vertrag mit Option auf eine weitere Saison. "Ich bin ein Trainer, der auf den Teamgeist setzt", verriet der zukünftige Lustenau-Trainer.

Die Ziele sind ziemlich hochgesteckt. "Ich möchte das Maximum erreichen. Der Aufstieg ist das, was man als Trainer anstreben muss", betonte Kolvidsson. Ähnliches war vom Vereinspräsidenten zu hören. "Wir sind Dritter und haben Helgi nicht geholt, um nächstes Jahr Vierter zu werden", sagte Hubert Nagel.

Pfullendorf war die erste Trainerstation von Kolvidsson. Der Isländer war schon einmal von Pfullendorf zu Lustenau gewechselt, 1996 allerdings noch als Spieler. Damals stieg er mit den Vorarlbergern in die Bundesliga auf und schaffte in der Folge auch den Klassenerhalt, 1998 ging er zurück nach Deutschland (Mainz). Von 2001 bis 2004 schnürte er in Österreich auch für den FC Kärnten seine Schuhe.

Bei den Lustenauern ist die Kaderplanung für die neue Saison übrigens schon weit vorangeschritten. Wie sie am Donnerstag bekanntgaben, wurden die Verträge von Harald Dürr, Christoph Stückler, Jürgen Kampel und Gerald Krajic verlängert. Offen ist damit nur noch der Verbleib des umworbenen Danijel Micic sowie von Dursun Karatay und Frank Egharevba. "Wir wollen auch zwei Spieler holen, einen Verteidiger und einen Torjäger", verriet Nagel.

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