Mit einer radikalen Maßnahme hat der Fußballverband von EM-Gastgeber Polen auf die immer wieder eskalierende Gewalt in den Stadien reagiert. Der PZPN entschied am Donnerstag in Warschau, dass organisierte Fan-Gruppen der Gastmannschaften vorerst von den Spielen ausgeschlossen werden sollen. Damit sollten künftig Krawalle verhindert werden, hieß es zur Begründung.

Diese Lösung hatte nach den schweren Ausschreitungen im Cup-Finale zwischen Legia Warschau und Lech Posen am 3. Mai in Bydgoszcz die Polizei vorgeschlagen. Die Regelung gilt sowohl für die höchste Spielklasse (Ekstraklasa) als auch niedrigere Ligen. Die Saison in der Ekstraklasa geht in diesem Jahr bis Ende Mai. Polens Regierungschef Donald Tusk begrüßte die Entscheidung. "Wenn es (in den Stadien) ruhiger wird, wird man die Vorschriften wieder liberalisieren können", sagte er.

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