Norwegens Fußballer-Gewerkschaft NISO hat am Freitag einen Streik mit 95 Profis ausgerufen. Nach dem Scheitern nächtlicher Verhandlungen über mehr Freiheit für die Spieler bei der Schuhwahl sowie Veränderungen der Standardverträge und besseren Kündigungsschutz steht der Ausfall des kompletten neunten Spieltages am Wochenende in der "Tippeliga" bevor.

Mit der Ausrufung des Streiks war den Spielern sofort das Training auf den Anlagen ihrer Clubs untersagt. Der Chef der Gewerkschaft NISO, Joachim Wallthin, erklärte, bei den Verhandlungen mit dem Arbeitgeberverband NHO sei man "in fast allen Punkten weit voneinander entfernt". NISO kümmert sich auch um professionelle Handball-und Eishockeyspieler. 2002 hatte die Organisation schon einmal für streikbedingte Spielausfälle gesorgt.

Hinter die Forderungen - unter anderem nach freier Wahl der eigenen Fußballschuhe - stellte sich der beim AS Rom spielende John Arne Riise: "In Norwegen sollte möglich sein, was in England und Italien ganz normal ist."

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