ÖFB-Präsident Leo Windtner hat mit Betroffenheit auf die Randale im Wiener Derby reagiert. "Der Schaden, den diese Personen für den gesamten österreichischen Fußball anrichten, ist enorm. Nun sind alle, denen unser Sport am Herzen liegt, gefordert, dass sich solche Exzesse in unseren Stadien nicht mehr wiederholen können", wurde der Oberösterreicher am Montag in einer Aussendung zitiert.

Der ÖFB werde sich in diesem Zusammenhang seiner Verantwortung stellen. "Gemeinsam mit der Bundesliga und ihren Clubs ist es unsere Pflicht, alle erdenklichen Maßnahmen zu ergreifen, damit die überwältigende Mehrheit der friedlichen und sportbegeisterten Anhänger ebenso wie Spieler und Schiedsrichter jedes einzelne Match mit uneingeschränkter Freude am Fußball genießen können. Krawallmacher und gewaltbereite Chaoten haben in den Stadien nichts verloren."

Windtner sieht in den Vorfällen im Hanappi-Stadion auch eine Chance für einen Neubeginn. "Die Möglichkeit dazu ist gegeben, denn wenn in anderen europäischen Ländern - wie selbst in England - die Gewaltszene aus den Stadien verbannt wurde, muss uns das auch in Österreich gelingen."

Seinem Präsidenten-Kollegen bei Rapid sagte Windtner volle Unterstützung zu. "Ich schätze Rudolf Edlinger und weiß, wie sehr ihm sein Club und der gesamte österreichische Fußball am Herzen liegen. Ich bin überzeugt, dass er gemeinsam mit seinem Team die richtigen Schritte setzen wird. Seiten des ÖFB hat er die volle Unterstützung, weil dieses Problem österreichweit auch bei vielen anderen Clubs erkennbar ist. Jetzt ist es wirklich Zeit zu handeln", sagte Windtner.

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