Die beiden Firmen Sportradar und Betfair haben in einer Analyse festgestellt, dass das Wett-Verhalten im Bundesliga-Spiel SC Wiener Neustadt gegen SK Sturm Graz (1:2) nicht auf eine Wett-Manipulation schließen lässt. Das gaben der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB) und die Bundesliga, die die Informationen an die ermittelnden Behörden weiterleiteten, am Freitag bekannt.

"Wir haben fundierte Experten-Stellungnahmen von zwei anerkannten Vertretern in der Branche, die ein fragwürdiges Aufzeigen in der jüngsten Vergangenheit in ein anderes Licht rücken", sagte Bundesliga-Vorstand Georg Pangl. Sportradar ist eine Firma, die im Auftrag internationaler Sportverbände eine große Anzahl an Spielen überwacht, Betfair ist die größte Wett-Börse weltweit.

"Auf Basis einer detaillierten Analyse des weltweiten Wett-Marktes liegen keine Anhaltspunkte vor, die auch nur den Anfangsverdacht einer sportwettbezogenen Manipulation rechtfertigen", sagte Andreas Krannich, Managing Director Strategy and Integrity von Sportradar. Die vorgetragenen schwerwiegenden Anschuldigungen seien zumindest aus Sicht des festgestellten Wett-Verhaltens nicht nachvollziehbar.

"Das Wett-Verhalten spiegelte den Spielverlauf wieder. Die erhöhten Umsätze vor Spielbeginn sind durch attraktive Quotenangebote im Wett-Markt zu erklären - wie sie regelmäßig zu beobachten sind. Sollten anderweitige konkrete Erkenntnisse vorliegen, sollten diese zuerst den Strafverfolgungsbehörden sowie den zuständigen Sportverbänden mitgeteilt werden", ergänzte Krannich.

Sturm hatte die Partie in Wiener Neustadt am Sonntag durch ein kurioses Handspiel von Edin Salkic und einen dafür verhängten Elfmeter in der 87. Minute für sich entschieden. Am Dienstag ist deshalb von einer Privatperson bei der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt eine Betrugsanzeige eingebracht worden.

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