Knapp 20 TV-Kameras waren am Donnerstagnachmittag im randvollen Medienzentrum des Wiener Ernst-Happel-Stadions auf den deutschen Fußball-Bundestrainer Joachim Löw gerichtet. Etwa 100 Medienvertreter lauschten danach auch den ersten öffentlichen Worten von Manuel Neuer als Tormann des deutschen Rekordmeisters Bayern München.

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Löws Gegenüber Dietmar Constantini reagierte am Donnerstag ein wenig verärgert auf eine Frage eines deutschen Reporters. Dieser wollte wissen, ob Constantini Taktik wirklich für überwertet halte. "Taktik ist wichtig, das ist die Basis. Aber den entscheidenden Unterschied machen dann die speziellen Spieler aus", erklärte Constantini und verwies auf das Lehrspiel von Manchester United im Champions-League-Halbfinale gegen den deutschen Verein Schalke. "Schalke-Trainer Rangnick ist sicher ein ausgezeichneter Taktiker, aber irgendwann stößt man auch mit der besten Taktik an seine Grenzen."

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Das Match gegen Österreich ist das 847. Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft. Seit dem Beginn 1908 gab es 487 Siege, 172 Unentschieden und 187 Niederlagen. Das Torverhältnis lautet 1.885:1.002. Österreichs Team geht ins Länderspiel Nummer 701. Die bisherige Bilanz lautet: 284 Siege, 152 Remis, 264 Niederlage, 1.262:1.139 Tore.

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Im ausverkauften Happel-Stadion werden beim Schlager zwischen Österreich und Deutschland auch zahlreiche Prominente Platz nehmen. Mit Michael Spindelegger, Fritz Neugebauer, Norbert Darabos, Michael Häupl, Karl Schranz, Otto Rehhagel oder Franco Foda stehen bekannte Namen aus Politik und Sport auf der langen Liste der Ehrengäste. Die drei verletzten Teamstützen Jürgen Macho, Stefan Maierhofer und Sebastian Prödl werden ihre Kollegen diesmal ebenfalls von der Tribüne aus unterstützen.

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Aufgrund der stark limitierten Anzahl von verfügbaren PKW-Parkplätzen rund um das Happel-Stadion empfiehlt der ÖFB die Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln. In der Zeit zwischen 16:30 Uhr und 00.30 Uhr berechtigt die Eintrittskarte zur kostenlosen Nutzung des Angebots der Wiener Linien für die Kernzone 100 (VOR). Die Benützung der U-Bahnlinien U2 (Station Stadion) und U3 (Station Schlachthausgasse) wird empfohlen. 1.500 Einsatzkräfte wollen für die Sicherheit und das Wohlbefinden der Fans rund um das Match sorgen.

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