Der italienische Fußballverband will eine "Task Force" zur Bekämpfung illegaler Wetten und der Korruption im Fußball einsetzen. Dies berichtete Verbandspräsident Giancarlo Abete am Montag in Rom. "Der Verband wird die Regierung bei der Aufspürung verdächtiger Fälle um Hilfe bitten. Hier hat auch das organisierte Verbrechen die Finger mit im Spiel.

Wir stehen vor kriminellen Aktivitäten, die Italiens Fußballsystem vergiften", warnte Abete. Auch Sportler, die Manipulationsversuche nicht melden, müssen künftig mit harten Strafen rechnen, teilte Abete mit.

Abete erklärte, dass die Staatsanwaltschaft von Cremona im Zusammenhang mit 18 Matches ermittle, 28 Fußballer und Ex-Kicker befinden sich im Visier der Justizbehörden. Zu ihnen zählt auch der Ex-Star der italienischen Nationalmannschaft, Giuseppe Signori, der von den Staatsanwälten am Mittwoch befragt wird.

Der Präsident von Italiens Olympischem Komitee (CONI), Gianni Petrucci, schrieb einen Brief an die Regierung Berlusconi. "In diesem Skandal spielt das organisierte Verbrechen eine Rolle, wir brauchen bei der Bekämpfung dieses Problems Unterstützung von der Regierung", erklärte Petrucci.

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