Vienna gegen SC/ESV Parndorf und BW Linz gegen WSG Wattens kämpfen am Mittwoch und Samstag in Hin- und Rückspiel in der Relegation der Ersten Liga um die Zugehörigkeit zum heimischen Profi-Fußball. Die Wiener, die sich im Frühjahr mit einer Aufholjagd auf den vorletzten Tabellenplatz der zweithöchsten Spielklasse vor Absteiger FC Gratkorn geschoben haben, sehen der Aufgabe mit Vorsicht entgegen.

"Es gibt keinen großen Unterschied zwischen den zwei Mannschaften. Das Resultat ist mir nicht so wichtig wie das Auftreten. Wir müssen dem Spiel unseren Stempel aufdrücken, von Beginn an Gas geben und Druck erzeugen. Wenn wir verlieren sollten, ist noch gar nichts entschieden", sagt Vienna-Feldherr Alfred Tatar. Für seine Döblinger spreche die gute Serie im Frühjahr. "Und die gute Heimbilanz, wir haben heuer vor eigenem Publikum nur eine Niederlage (1:4 gegen Hartberg) kassiert", erinnerte Tatar mit Stolz.

Tatar hat den Gegner eingehend beobachtet und alle Stärken und Schwächen, das System penibel analysiert und glaubt, gerüstet zu sein. Vienna-Manager Lorenz Kirschlager verteilte die Chancen mit 60:40 für die Wiener. "In solchen Partien spielen auch immer die Nerven mit". Die Burgenländer, die mit einen Punkt Vorsprung auf SV Horn und die Austria Amateure Ostliga-Meister wurden, nehmen wie schon im Vorjahr Anlauf zum Aufstieg. 2010 scheiterten sie in der Relegation an WAC/St. Andrä. Nach einem 1:0 vor eigenem Publikum setzte es im Kärntner Lavanttal eine 1:4-Abfuhr.

Im Westen Österreichs, wo 2010 SV Grödig nach der Lizenzverweigerung für Austria Kärnten kampflos den Sprung von der Westliga in die Erste Liga schaffte, kreuzen die Regionalliga-Zweiten die Klingen. Die Wattener mussten den Salzburger Juniors den ersten Tabellenplatz überlassen und die Blauweißen sich den LASK Juniors mit einem Zähler Rückstand beugen. Roland Kirchler, der Trainer der Tiroler, sieht die Oberösterreicher als leichten 60:40-Favoriten.

"Aber in zwei Spielen ist immer alles möglich", sagte der Ex-Teamspieler, der den Gegner unter die Lupe genommen und Ansatzpunkte für einen Erfolg ausgemacht hat. "In der Fremde tun wir uns leichter, lastet nicht der Druck auf uns. Für den Aufstieg werden wir in Linz ein Tor brauchen", glaubt Kirchler. BW-Interimstrainer Gerald Perzy sieht seine Elf "zumindest daheim als Favorit" und versprach, dass die Linzer im Donaupark nicht wie 2003 in ein Loch fallen werden. Damals, am 23. Juni vor 7.000 Zuschauern im Linzer Stadion, verhinderte ein 2:4 gegen SV Bad Bleiburg den Aufstieg, nachdem BW auswärts 2:0 gesiegt hatte.

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